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Amanda Knox.

Prozess um Mord an Meredith Kercher

Staatsanwalt fordert 30 Jahre Haft für Amanada Knox

Rom  - Für Beihilfe zum Mord an Meredith Kercher sitzt ein Mann schon in Haft. Doch die Verantwortung für den Mord selbst ist noch offen. Die Staatsanwaltschaft indes ist sich sicher, wer es war.

Die AngeklagteAmanda Knox  und ihr Ex-Freund Raffaele Sollecito sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für den Mord  an der Studentin Meredith Kercher für viele Jahre ins Gefängnis. Staatsanwalt Alessandro Crini forderte in dem neuen Prozess um den Mord am Dienstag 30 Jahre Haft für die US-Bürgerin Knox und 26 Jahre Haft für Sollecito.

In seinem mehrstündigen Plädoyer hatte er vor dem Berufungsgericht in Florenz zuvor begründet, warum beide aus seiner Sicht schuldig sind. Beide hätten mit zwei Messern auf Kercher eingestochen, während diese von Rudy Guede festgehalten und missbraucht worden sei. Der Ivorer Guede wurde 2010 - als bislang einziger in dem Verfahren - wegen Beihilfe zum Mord zu 16 Jahren Haft verurteilt.

Drogen und Alkohol

Die Angreifer Kerchers seien betrunken gewesen und hätten unter Drogeneinfluss gestanden, führte der Staatsanwalt weiter aus. Sie hätten Kercher getötet, nachdem diese geschrien hätte und „sie jemanden beseitigen wollten“, den sie missbraucht hätten. Es sei „nicht einleuchtend“, dass Guede der einzige Mörder gewesen sei, sagte Crini.

Die 26 Jahre alte Knox und der drei Jahre ältere Sollecito waren 2009 zu 26 und 25 Jahren Haft verurteilt und später freigesprochen worden. Sie müssen sich seit September zum dritten Mal für den Mord an der 21-jährigen Britin Kercher im November 2007 in Perugia vor Gericht verantworten. Kercher war damals halbnackt, mit durchschnittener Kehle und von Messerstichen übersät in ihrem WG-Zimmer in Perugia gefunden worden.

Sollecitos Vater Francesco der der Verhandlung beiwohnte, sagte, die Argumentation der Staatsanwaltschaft habe ihn „sprachlos“ gemacht. Knox, die dem Prozess fernblieb, ließ ihren Anwalt Luciano Ghirga mitteilen, sie sei zum Zeitpunkt des Mordes nicht zu Hause gewesen. Ein Urteil wird für den 10. Januar erwartet.

dpa

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