Stadt Dülmen streicht Hitler von der Liste der Ehrenbürger

Dülmen - Die Stadt Dülmen im Münsterland streicht Adolf Hitler 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs von der Liste ihrer Ehrenbürger.

Der Hauptausschuss der Gemeinde beschloss am Dienstag einstimmig den Entzug der Ehrenbürgerrechte für den NS-Diktator, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung am Mittwoch sagte. Am Donnerstag (16. Dezember) soll der Rat den Beschluss umsetzen.

Die SPD-Fraktion im Stadtrat hatte den Antrag am 26. September eingebracht. Darin heißt es: “Juristisch ist die Aberkennung des Titels zwar nicht nötig, da die Ehrenbürgerwürde mit dem Tode erloschen ist.“ Mit Blick auf andere Ehrenbürger der Stadt sei die Aberkennung aber “mehr als angemessen“.

Ein erster Versuch war bereits in den 80er Jahren von den Grünen unternommen worden, fand damals aber keine Mehrheit. Neben Hitler wurden dem Beschluss nach auch dem ehemaligen Reichskanzler Franz von Papen und dem früheren Reichspräsidenten Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerwürden aberkannt.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rätselhafte Serie: 30 Morde in 24 Stunden
Belém - Eine rätselhafte Serie von 30 Morden an einem Tag hat die Sicherheitsbehörden in der nordostbrasilianischen Stadt Belém in Alarmstimmung versetzt.
Rätselhafte Serie: 30 Morde in 24 Stunden
Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Sydney - Ein Taucher ist am australischen Great Barrier Reef von einem Hai angegriffen und schwer verletzt worden.
Australien: Taucher bei Haiangriff schwer verletzt
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Rom -Der Papst schickt eine emotionale Botschaft in die Abruzzen: „Danke für Eure Nähe, für Eure Arbeit, für Eure konkrete Hilfe. Grazie“, ruft er den Rettungskräften …
Berghotel-Unglück: Suche nach Verschütteten geht weiter
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen
Budapest - Nach dem schweren Unfall eines ungarischen Busses in Norditalien ermittelt die ungarische Polizei beim betroffenen ungarischen Reiseunternehmen.
Nach Bus-Tragödie: Ermittlung bei Reiseunternehmen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion