Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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"Eisenbahn-Reiner" wartet auf sein Spielzeug.

Netz empört über „Behördenwillkür“

Stadt nimmt Obdachlosem Spielzeug-Eisenbahn weg

Frankfurt/Main - Die Behörden nehmen einem Obdachlosen in Frankfurt die Spielzeug-Eisenbahn weg. Er hat keine Erlaubnis, sie im öffentlichen Raum aufzubauen. Die Entscheidung löst Ärger aus.

Der 45-Jährige, der unter dem Namen "Eisenbahn-Reiner" bekannt ist, sitzt seit vielen Jahren am selben Platz in der Innenstadt und hat vor sich eine Spielzeugeisenbahn aufgebaut. Das Ordnungsamt beschlagnahmte die Eisenbahn vor wenigen Tagen mit dem Hinweis, dass dem Mann die dafür vorgeschriebene Sondernutzungserlaubnis fehle. 

Die Fläche sei zuletzt sieben bis acht Quadratmeter groß gewesen, sagt der Sprecher des Ordnungsamtes, Ralph Rohr. Um eine Sondernutzungserlaubnis habe sich „Eisenbahn-Reiner“ aber nie bemüht, obwohl er mehrfach darauf hin gewiesen worden sei. Zudem habe es Beschwerden gegeben. „Wir machen das doch nicht, um ihn zu schikanieren.“ 

Damit löste das Amt über die Stadt hinaus und in den sozialen Netzwerken einen Aufschrei gegen „Behördenwillkür“ aus.

Die Genehmigung gibt es beim Amt für Straßenbau- und Erschließung. Sie wird nach Angaben der Behörde auf ein Jahr befristet vergeben, für eine Verwaltungsgebühr von 15 Euro. Zunächst müsse so ein Antrag aber überhaupt gestellt und geprüft werden.

Dass „Eisenbahn-Reiner“ keinen festen Wohnsitz hat, könnte dabei eines von mehreren Problemen sein. Verkehrsdezernent Oesterling deutete eine wohlwollende Prüfung an, sollte ein Eintrag eingereicht werden. „Der Mann ist jahrelang geduldet worden, warum man jetzt ganz scharf durchgreifen muss, erschließt sich mir nicht.“

Hoffnung für "Eisenbahn-Reiner"

Möglicherweise geht es aber doch ohne Sondererlaubnis. Ordnungsdezernent Frank verspricht: „Wir sind dabei, eine Lösung zu finden.“ Bei der Kleinmarkthalle - nur wenige Meter von der Neuen Kräme entfernt - gebe es eine Fläche in der Regie der Hafenbetriebe - eines städtischen Unternehmens. „Dies ist ein Signal der Stadt, dass wir ihm auch helfen wollen.“ Auch „Eisenbahn-Reiner“ glaubt an ein Happy-End: „Ich werde die Eisenbahn wieder kriegen."

dpa

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