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Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit müssen in Paris die offenen Kamine ausbleiben.

Anordnung der Stadt

Warum Kaminfeuer in Paris ab jetzt verboten sind

Paris - Ausgerechnet im Dezember hat die Stadtverwaltung in Paris allen Bürgern das Anschüren offener Kamine verboten. Grund ist nicht die Brandgefahr, sondern ein Nebeneffekt der Feuer.

Eine besorgniserregend starke Luftverschmutzung zwingt die Stadt Paris zu drastischen Maßnahmen. Weil die Feinstaubwerte seit Wochenbeginn weit über dem Limit liegen, sind gemütliche Abende am offenen Kamin derzeit verboten. Nur wer keine andere Heizung besitzt, darf noch Feuer schüren. Auf zahlreichen Straßen im Großraum der französischen Hauptstadt gelten zudem besondere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Stadtverwaltung forderte die Einwohner auf, ihre Autos ganz stehenzulassen. Sie müssen vorerst keine Parkgebühren zahlen.

Als Hintergrund der hohen Feinstaubkonzentration gilt das Zusammenspiel von einem windschwachen Hochdruckgebiet und niedrigen Temperaturen. Während die Luft am Boden im Normalfall wärmer ist als in den darüberliegenden Luftschichten, verhält es sich bei dieser sogenannten „austauscharmen Inversionswetterlage“ genau andersherum. Die Luftschicht am Boden ist aufgrund der Kälte schwerer als die wärmere über ihr, weshalb sich die Beiden nicht vermischen.

Neben gesundheitlichen Schäden für die Bevölkerung drohen auch Strafzahlungen an die EU. Erst vor zwei Jahren verklagte die Europäische Kommission den französischen Staat, weil die Richtlinien zur Luftreinhaltung nicht eingehalten wurden. Am Freitag lagen die Feinstaubwerte in Paris den fünften Tag in Folge weit über dem zulässigen Limit.

dpa

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