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Ein starkes Erdbeben hat den mittelamerikanischen Staat Guatemala erschüttert und mindestens 48 Menschen in den Tod gerissen.

Das Land trauert

Immer mehr Opfer nach Guatemala-Beben

San Marcos - In Guatemala bebt ständig die Erde, meist entstehen nur geringe Schäden. Doch am nun zerstörte ein Erdstoß der Stärke 7,2 zahlreiche Häuser und tötete Dutzende Menschen. Das Land trauert.

Bei dem folgenschwersten Erdbeben in Guatemala seit fast 40 Jahren sind nach jüngsten Angaben mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die Zeitung „Prensa Libre“ am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe. Da noch rund 20 Menschen vermisst werden, befürchteten die Behörden des mittelamerikanischen Landes , dass die Opferzahl noch steigen könnte. Rund 150 Menschen wurden durch das Beben der Stärke 7,2 verletzt, das am Mittwoch den Westen des Landes erschüttert hatte, teilte der Katastrophenschutz nach Medienberichten vom Donnerstag mit.

Erdbeben erschüttert Guatemala

Erdbeben erschüttert Guatemala

Rettungsmannschaften nahmen am Donnerstagmorgen die Suche nach Verschütteten wieder auf. Rund 30 Nachbeben versetzten die Bevölkerung immer wieder in Angst und Schrecken. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Am stärksten trafen die Erdstöße das Department San Marcos, in dem 40 Menschen ums Leben kamen. In der Ortschaft San Cristóbal Cucho starben zehn Mitglieder einer Familie, die unter den Trümmern ihres Hauses begraben wurden. In El Arenal wurden sieben Arbeiter eines Kieswerks von einer umstürzenden Mauer erschlagen, wie die Zeitung „La Prensa Libre“ berichtete.

Zahlreiche Lehmhütten in der Region stürzten ein, Strom und Wasserversorgung fielen aus. Erdrutsche blockierten mehrere Straßen. „Es fällt schwer, so viel Leid und Trauer ansehen zu müssen“, sagte Präsident Otto Pérez, der mit einem Hubschrauber in das Gebiet flog, um sich persönlich ein Bild der Lage zu verschaffen.

Auch der Sitz der Regionalregierung, die Polizeizentrale und das Gefängnis von San Marcos wurden schwer beschädigt, wie Gouverneur Aroldo Rivera sagte. Fast 100 Häftlinge hätten in andere Gefängnisse verlegt werden müssen. Die Regierung mobilisierte rund 2000 Soldaten und 500 Polizisten, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen.

Die Erdstöße waren auch im Süden Mexikos bis zur mexikanischen Huptstadt zu spüren. Im mexikanischen Bundesstaat Chiapas in unmittelbarer Nachbarschaft zu Guatemala wurden einige Gebäude leicht beschädigt. Das Zentrum des Bebens lag vor der Küste Guatemalas im Meer.

dpa

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