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Die Handtasche muss hier nicht lebendig sein, sie muss nur möglichst weit fliegen.

Weite und Posing zählen

Start der ersten Handtaschenweitwurf-WM

Bottrop - Im „Movie Park“ Bottrop ist am Samstag der Startschuss zur ersten Weltmeisterschaft im Handtaschenweitwurf gefallen. Die skurrile Sportart kennt nicht viele Regeln.

Ziel ist es, die mit einem Kilogramm Sand gefüllten Taschen möglichst weit durch die Luft zu werfen. Mitmachen dürfen Frauen und Männer. Aus einer Schnapsidee des Freizeitparks und einer Kölner PR-Agentur sollte eine lustige Veranstaltung werden. Dazu hatte der Park die Komiker Irmgard Knüppel, Melanie Chanel und Marc Sandmann engagiert, um durch das Programm zu führen. „Öffnet euer Basis-Chakra, reanimiert, animiert, flippt aus! Heute ist alles erlaubt: tanzen, schreien, alles“, sagte Irmgard Knüppel, die im wahren Leben Gabi Weiss heißt. Zwölf Teams waren am Start.

Bilder von der ersten Handtaschenweitwurf-WM

Bilder von der ersten Handtaschenweitwurf-WM

Für die verschiedenen Länder gingen jedoch zumeist Deutsche an den Start, die einen Bezug zum Land haben, und wenn es wie im Falle von Susanne Jacobs und ihrem Starterland Frankreich nur das Baguette ist, an dem sie ständig mümmelt. „Bei der Probe habe ich natürlich das Gelächter meiner Nachbarn auf mich gezogen, aber macht doch nichts“, sagte die Wuppertalerin.

Susanne Kock, die ihr Handtäschchen für das Team Deutschland durch die Luft schleuderte, musste kaum üben. „Ich habe meinem Mann schon oft genug die Tasche hinterher geschmissen“, sagte die Frau aus Bottrop. Sie trug die Nationalfarben an einer Hawaiikette um den Hals. Patriotischer ging Dormita Rogers aus Oregon in den Vereinigten Staaten an den Start. Sie schmetterte erst mit viel Pathos die amerikanische Nationalhymne, bevor sie ihre Tasche warf.

Dabei ging es um Ruhm und Ehre - und um das „Goldene Täschchen“. „Nicht nur die Weite ist wichtig, sondern auch das Posing am Anfang und am Ende des Wurfes“, sagte Präsidentin und Komikerin Irmgard Knüppel. Sie erklärt den Teilnehmer zu Beginn auch die Regeln: „Die Henkel auf die Endglieder der Finger legen, dann leicht in die Kniebeuge - und dann los mit der Tasche.“ Eine Jury bewertete die Würfe der Teilnehmer nach technischer Ausführung, Choreographie und Aussehen. In insgesamt vier Disziplinen mussten sich die Teilnehmer messen: Stoßen, Kurbelwurf, Freestyle und Diskuswurf.

dpa

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