+
Auf einer Website veröffentlicht Europol die meistgesuchten Verbrecher Europas. 

Neue Website

Europol: Das sind „Europas Most Wanted“

Den Haag - 45 Verbrecherfotos wie im Krimi: Europas meistgesuchte Verbrecher sind vereint auf einer Website. Bürger sollen der Polizei helfen. Nur ein Mausklick - und man schaudert.

Die Steckbriefe von 45 meistgesuchten Verbrechern Europas sind im Internet auf einer Website veröffentlicht worden. Bürger in der Europäischen Union sind mit der Website „Europe's Most Wanted“ aufgerufen, die Polizei bei der Fahndung zu unterstützen, wie Europol am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Intitive geht von allen 28 EU-Staaten aus. Bislang beteiligen sich Polizeibehörden aus 23 EU-Mitgliedsstaaten. Sie haben die mutmaßlichen Verbrecher aus ihren jeweiligen Ländern für diese Liste ausgewählt.

In 17 Sprachen sind die Informationen der Polizei zu lesen, dazu wurden die Fotos von mutmaßlichen Mördern, Sexualverbrechern, Betrügern und Terroristen gestellt. Eine Rangliste soll diese Website nicht sein. Die Reihenfolge der Steckbriefe ändert sich willkürlich bei jedem erneuten Aufruf.

Wer sind diese 44 Männer und eine Frau? Der zur Zeit Bekannteste ist sicherlich Salah Abdeslam. Der Franzose nordafrikanischer Herkunft, 26 Jahre alt, sei „verantwortlich für die Anschläge in Paris am 13. November“, liest man nach einem Doppelklick mit der Maus. „Sehr gefährliches und bewaffnetes Individuum“, wird noch gewarnt.

„Können Sie helfen?“, werden Besucher der Website gefragt. Sie können eine Nachricht hinterlassen, auch anonym, die dann direkt an die zuständige Polizeidienststelle weiter geleitet wird. Manche Fotos haben einen roten Balken mit der Aufschrift „Belohnung“.

Es sind typische Verbrecherfotos, wie man sie aus Krimis oder Steckbriefen in Polizeidienststellen kennt. Aber auch verschwommene Kamera-aufnahmen oder uralte Passfotos.

Die Initiative geht von ENFAST aus, ein Netzwerk europäischer Polizeibehörden, die sich die Ergreifung Schwerkrimineller zum Ziel gesetzt hat. Europol unterstützt die Initiative.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Studie: Wer viel flucht, ist ehrlicher
München - Während des US-Wahlkampfes ließ Donald Trump gerne mal den einen oder anderen unfeinen Ausdruck fallen. Das könnte ein Grund für seinen Sieg gewesen sein. …
Studie: Wer viel flucht, ist ehrlicher
Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Berlin - Die Polizei hat in Berlin-Pankow einen von Nachbarn als vermisst gemeldeten Rentner tot in dessen Wohnung gefunden - in der Tiefkühltruhe, wo er offenbar seit …
Vermisster Rentner lag zehn Jahre lang tot in Tiefkühltruhe
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Flugverbotszonen für Drohnen und ein "Kenntnis-Nachweis" für ihre Besitzer sollen den Luftraum sicherer machen. Das scheint überfällig, denn in Deutschland gibt es rund …
Drohnen-Führerschein für mehr Sicherheit am Himmel
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien
Rom - Es liegt meterhoch Schnee und es ist eiskalt. Die Menschen in der Erdbebenregion in Mittelitalien sind längst am Rande ihrer Kräfte. Nun bebt der Boden wieder - …
Neue Erdbebenserie erschüttert Italien

Kommentare