+
Ehec ist ein oft sehr ansteckender, aggressiver Erreger und eine Sonderform der Kolibakterien. Der schwere Verlauf einer Erkrankung endet in etwa zwei Prozent der Fälle tödlich. Foto: Manfred Rohde/HZI/HZI

Bislang fünf Tote

Steigende Zahl von Ehec-Infektionen in USA

Atlanta (dpa) - In den USA sind in den vergangenen Wochen fünf von 197 mit Ehec-Erregern infizierten Menschen gestorben. Insgesamt seien mittlerweile 35 Bundesstaaten vom Ausbruch betroffen, wie die US-Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta mitteilte.

Todesfälle verzeichneten die Bundesstaaten Kalifornien, Arkansas, Minnesota und New York, hieß es. Anfang Mai hatte die CDC zunächst einen Toten und insgesamt rund 120 Infizierte gemeldet.

Offenbar stammt der Erreger aus einem Typ Römersalat aus der Region Yuma, die im südlichen Bundesstaat Arizona an der Grenze zu Mexiko liegt. Die ersten Krankheitsfälle wurden laut CDC Mitte März gemeldet. Die Behörde hatte zunächst dazu aufgerufen, keinen Römersalat aus der Gegend zu essen. Später wurde die Warnung aber wieder aufhoben, da das Gemüse in Yuma seit Mitte April nicht mehr geerntet wird. Einige Betroffene hatten aber offenbar selbst keinen Salat gegessen, sondern lediglich engeren Kontakt mit Infizierten.

Der Ehec-Erreger kann blutige Durchfälle auslösen und in schweren Fällen zu Nierenversagen führen, es gibt aber auch unscheinbare Verläufe. In den USA seien 89 Menschen wegen der Infektion ins Krankenhaus gekommen, 26 davon litten an Nierenversagen, teilte die CDC mit.

Ehec ist ein oft sehr ansteckender, aggressiver Erreger und eine Sonderform der Kolibakterien. Der schwere Verlauf einer Erkrankung endet in etwa zwei Prozent der Fälle tödlich. Im Frühjahr 2011 hatte die größte deutsche Ehec-Epidemie 53 Menschen das Leben gekostet. In Deutschland tritt die Krankheit immer wieder mal auf, jährlich werden rund 1000 Ehec-Fälle gemeldet.

Mitteilung der CDC

Bericht ABC

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme
Zwei Betrunkene haben Nazi-Parolen am Flughafen gebrüllt. Die Polizei schritt ein.
Polizei hört am Flughafen Männer etwas schreien - sofort Festnahme
Mädchen war lange vermisst - jetzt hat die Polizei die 16-Jährige gefunden
Seit über einer Woche galt Ylva Helena S. in Hamburg als vermisst. Jetzt hat die Polizei das 16-jährige Mädchen gefunden und eine wichtige Nachricht.
Mädchen war lange vermisst - jetzt hat die Polizei die 16-Jährige gefunden
Zwillinge (7) im Auto: Mutter wechselt Spur auf Autobahn - mit verheerenden Folgen
Auf der Autobahn A1 bei Bremen Richtung Hamburg kam es zu einem schweren Unfall. Eine Mutter mit Zwillingen im Auto wechselte die Spur, mit wirklich verheerenden Folgen.
Zwillinge (7) im Auto: Mutter wechselt Spur auf Autobahn - mit verheerenden Folgen
Mondfinsternis am 21. Januar 2019: Der spektakuläre Blutmond in Bildern und im Video
Bei der Mondfinsternis am 21. Januar 2019 gab es einen Blutmond zu sehen. Wo konnte man ihn beobachten und zu welcher Uhrzeit? Hier die Antworten.
Mondfinsternis am 21. Januar 2019: Der spektakuläre Blutmond in Bildern und im Video

Kommentare