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FDP stellt Einsatz in Afghanistan in Frage

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- Berlin - Die FDP hat den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr in Frage gestellt. Der FDP-Außenexperte Werner Hoyer sagte der "Welt", ein Rückzug müsse geprüft werden. "Meiner Ansicht nach kann ,Enduring Freedom' nicht so weiterlaufen. Das gilt aber auch für den ISAF-Einsatz." Das Afghanistan-Mandat des Bundestags läuft am 13. Oktober aus und soll vom Parlament vermutlich Ende September verlängert werden.

Vor allem mit Blick auf den NATO-Einsatz plädierte Hoyer für eine "ganz kritische Bestandsaufnahme". "Im Zusammenhang mit dem 11. September stellt sich schon die Frage, wo wir denn überhaupt Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus erreicht haben. In Afghanistan sind diese Erfolge nicht zu sehen."

"Enduring Freedom" ist die US-geführte Anti-Terror-Operation, an der sich die Bundeswehr mit bis zu 100 Soldaten des "Kommandos Spezialkräfte" beteiligen kann. In der 10 000 Soldaten starken Internationalen Schutztruppe (ISAF) stellt Deutschland mit rund 2800 Mann das größte Kontingent. Die unter dem Dach der NATO operierende und mit einem UN-Mandat ausgestattete ISAF soll für die Stabilisierung des Landes und der Regierung sorgen.

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