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Bei den Sternschnuppen im Dezember 2018 machen die Geminiden den Anfang.

Blick zum Nachthimmel

Sternschnuppen im Dezember 2018: Heute noch einmal die Geminiden sehen

Die Geminiden gehören zu den Sternschnuppen im Dezember 2018 und sind auch heute noch zu sehen. Wir verraten Ihnen alles, was sie wissen sollten.

München - Mitten in der Vorweihnachtszeit ist einer der prächtigsten Sternschnuppenschwärme im Anflug. Nachdem erst im November die Leoniden Deutschland verzauberten, erreichen in der Nacht vom 14. auf 15. Dezember die Geminiden ihr Maximum. Allgemein zu sehen sind sie vom 4. bis zum 17. Dezember, der Höhepunkt ist in der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember. Die Geminiden geben sich somit quasi die Hand mit den Ursiden. Bei wolkenfreiem Himmel werden dann stündlich dutzende Meteore zu sehen sein.

Doch was für Sternschnuppen sind die Geminiden eigentlich, woher stammt ihr Name, wie entstehen sie, wann sind sie in Deutschland zu sehen und wo hat man die beste Sicht auf das Himmelspektakel? Im Folgenden beantworten wir all diese Fragen.

Geminiden: Sternschnuppen im Dezember 2018

Die Geminiden zählen zu den größten Sternschnuppenschwärmen des Jahres. Dennoch stehen sie meist im Schatten der wesentlich bekannteren Perseiden, die im Sommer auf der Erde niedergehen. Dass die Geminiden weniger populär sind, liegt vor allem an der Jahreszeit ihres Auftretens: Das kalte und oft auch trübe Dezemberwetter bietet Sternschnuppen-Fans nun einmal unbequemere Beobachtungsbedingungen als die lauen Perseidensommernächte.

Im Gegensatz zu den Perseiden, die regelmäßig im August die Sterngucker faszinieren, sind die Geminiden immer die ganze Nacht über zu beobachten. Und: Diese Sternschnuppen sind oft besonders hell und langsam.

In diesem Jahr konnte man in Deutschland bereits einige Sternschnuppenschwärme sehen. Im August etwa die Perseiden, im Oktober die Orioniden und im November die Leoniden.

Warum werden diese Sternschnuppen im Dezember auch „Geminiden“ genannt?

Der Geminidenschwarm ist nach dem Sternbild Zwillinge (lateinisch gemini) mit seinen hellen Hauptsternen Castor und Pollux benannt, weil die Sternschnuppen aus exakt dieser Richtung zu fallen scheinen. Diesen gemeinsamen Ausgangspunkt der Meteorbahnen bezeichnen die Astronauten als Radiant.

Video: Sternschnuppen-Höhepunkt - So sieht man die Geminiden

Geminiden-Sternschnuppen haben außergewöhnlichen Ursprung

Die Schnuppen entstammen in Wahrheit freilich einer Staubwolke, die unsere Erde auf ihrer Bahn um die Sonne jedes Jahr um dieselbe Zeit durchquert. Dabei treten die Staubpartikel in die Erdatmosphäre ein, in der sie dann die als Sternschnuppen bekannten Leuchterscheinungen erzeugen.

Ungewöhnlich ist der Ursprung der Staubwolke, die für das Geminidenspektakel verantwortlich ist. In der Regel gehen Meteorströme auf winzige Überreste von Kometen zurück - Schweifsterne, die bei der Annäherung an die heiße Sonne Gas und Staub freisetzen, der sich dann über die Kometenbahn verteilt. So liegt beispielsweise der Ursprung der Perseiden in der kosmischen Staubspur des Kometen „Swift-Tuttle“, der etwa alle 130 Jahre der Sonne einen Besuch abstattet. Anders die Geminidenstaubwolke: Sie stammt nicht von einem Kometen, sondern geht offenkundig auf einen Asteroiden zurück - einen eher festen Kleinkörper unseres Sonnensystems.

Der Geminidenasteroid heißt Phaeton und umrundet die Sonne in rund eineinhalb Jahren. Die Geminiden weisen noch weitere Besonderheiten auf. So ziehen die Meteore des Stroms vergleichsweise langsam über den Himmel. Grund ist die geringe Geschwindigkeit, mit der die Geminidenteilchen in die Atmosphäre eintauchen.

Als weitere Eigentümlichkeit der Geminiden gilt, dass in den Stunden des Sternschnuppenmaximums zunächst die lichtschwächeren und erst am Ende die hellsten Meteore aufleuchten. Besonders auf diese hellen Geminiden dürften sich jene freuen, die beim Anblick einer Sternschnuppe an die Erfüllung eines Wunschs glauben - gerade in der Vorweihnachtszeit.

Geminiden im Dezember 2018: Wann sieht man sie am Himmel?

Himmelsgucker dürfen sich freuen: Denn in der Nacht von Freitag, 14. Dezember auf Samstag, 15. Dezember 2018 erreichen die Geminiden ihr Maximum. Dann werden bei wolkenfreiem Himmel stündlich dutzende Meteore zu sehen sein, bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde werden erwartet. In diesem Jahr stört zudem der helle Mond die Beobachtung der flitzenden Lichtpunkte nicht, da erst am 22. Dezember Vollmond ist und er sich am 15. Dezember noch im ersten Viertel befindet.

Die besten Beobachtungsbedingungen gibt es demnach rund um Mitternacht, da der Mond gegen 23.15 Uhr untergeht und erst gegen 3.00 Uhr wieder an seiner höchsten Stelle steht. 

Geminiden im Dezember 2018: Wo und wie kann man Sternschnuppen beobachten?

Zum Beobachten der Geminiden eignen sich am besten dunkle Orte fernab der Städte. Also Orte ohne künstliches Licht und mit guter Rundumsicht. „Wenn die Sicht zum Himmel frei ist, reicht das aus“, erklärt Sirko Molau von der Vereinigung der Sternfreunde, die ihren Sitz im südhessischen Heppenheim hat.

Allerdings könnten auch die Bewohner von Großstädten bei klarem Wetter Glück haben. Denn der nach dem Sternbild Zwillinge benannte Schwarm bringt erfahrungsgemäß besonders viele und helle Sternschnuppen hervor, die in der Regel auch am Himmel über den lichtdurchfluteten Städten zu sehen sind.

Wer die Geminiden im Dezember übrigens fotografieren will, sollte eine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Wie wird das Wetter während der Geminiden im Dezember 2018?

Wie bereits erwähnt, sieht man die Geminiden logischerweise am besten bei wolkenfreiem Himmel. Doch wie wird das Wetter in Deutschland in der Nacht vom 14. Dezember auf 15. Dezember? Laut dem Wetterbericht auf wetter.com könnte es am 14. Dezember aktuell leichte Schneefälle geben. Am 15. Dezember solle es hingegen nur leicht bewölkt sein. In den darauf folgenden Tagen kann die Wolkendecke allerdings wieder zum Problem werden.

Je nachdem wie daher die Wolken ziehen, könnte der Himmel genügend Flecken für Sternschnuppen frei lassen. Laut den Prognosen für das Ende der Geminiden-Zeit wird es wieder kalt werden. Sie sollten sich daher unbedingt dick einpacken.

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Welche Sternschnuppen gibt es noch zu sehen?

In diesem Jahr stehen noch die Ursiden im Kalender. Das Maximum dieser Sternschnuppen wird in der Nacht vom 22. auf 23. Dezember erwartet. Allerdings wird mit nur zehn Sternschnuppen pro Stunde gerechnet.

sk/AFP/dpa

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