Am klaren Nachthimmel ist die Milchstraße und mehrere Sternschnuppen zu erkennen.
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Sternschnuppen im Januar 2021: Am klaren Nachthimmel lassen sich Quadrantiden beobachten.

Die Nacht der Wünsche

Sternschnuppen im Januar 2021: Wann und wie kann man die Quadrantiden beobachten?

  • Isabelle Jentzsch
    vonIsabelle Jentzsch
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Die Sternschnuppen verschönern im Januar 2021 den Start ins neue Jahr. Wir erklären Ihnen, wann und wie Sie die Quadrantiden am besten beobachten können.

  • Von Dezember bis Januar lassen sich die Quadrantiden am Nachthimmel beobachten.
  • Sie erscheinen im Sternbild Bärenhüter.
  • Die meisten Sternschnuppen sind am 3. und 4. Januar 2021 zu sehen.

München - Wer an Silvester das Feuerwerk nicht richtig genießen konnte, hat einige Tage später die Möglichkeit ein ähnliches Spektakel am Nachthimmel zu beobachten. Wie jedes Jahr kehren die Quadrantiden in der ersten Januarwoche an den Nachthimmel zurück.

Direkt im Anschluss an den Ursiden-Schauer im Dezember folgt der Meteorschauer der Quadrantiden von Ende Dezember bis Anfang Januar. Die Sternschnuppen sind jedoch nicht immer gleich gut zu sehen. Die beste Chance, einen Lichtschweif zu erhaschen, ist zwischen Sonntag, 3. Januar 2021 und Montag, 4. Januar 2021. Bei idealen Bedingungen können dann bis zu 120 Meteore pro Stunde zu sehen sein. Doch auch in den umliegenden Nächten lohnt sich ein Blick in den Nachthimmel.

2021 beginnt mit einem Sternschnuppen-Spektakel: Die Quadrantiden.

Wie kann man die Sternschnuppen am besten beobachten?

Bewohner der Nordhalbkugel haben Glück: Die Quadrantiden sind ausschließlich dort zu sehen. Je nördlicher man sich auf der Nordhalbkugel befindet, desto besser. Um möglichst viele Sternschnuppen beobachten zu können, ist ein Ort ohne künstliche Lichtquellen ideal. Große Städte sollten vermieden werden, da das Licht dort den Nachthimmel trüben kann. Eine warme Decke, freie Sicht nach oben und ein bisschen Geduld helfen ebenfalls bei der perfekten Nacht. Oft lassen die Quadrantiden nämlich eine Weile auf sich warten und das kann im Januar schnell ein frostiges Erlebnis werden.

Anders als zum Beispiel bei der Sonnenfinsternis im Dezember 2020 benötigt man zum Beobachten von Sternschnuppen kein besonderes Equipment. Um möglichst viel zu erkennen, sollten die Augen sich allerdings 15 bis 20 Minuten an die völlige Dunkelheit gewöhnen. Im Vergleich zu anderen Meteorschauern sind Quadrantiden nicht so hell, doch es lohnt sich genau hinzusehen.

Sternschnuppen: Was sind die Quadrantiden genau?

Anders als viele andere Meteorschauer sind die Quadrantiden nicht Teil eines Kometen, sondern stammen von einem Asteroiden. Dieser trägt den Namen 2003 EH1 und braucht 5,52 Jahre um einmal die Sonne zu umrunden. Bei den Quadrantiden handelt es sich um kleine Splitterteile des Asteroiden, deshalb wird der Asteroid 2003 EH1 auch als Mutterkörper bezeichnet. Einmal im Jahr kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne diese Splitterteile. Durch die hohe Geschwindigkeit der Quadrantiden entsteht Reibung, wenn diese in die Erdatmosphäre eindringen. Dort verglühen sie und hinterlassen eine Leuchtspur, die wir als Sternschnuppe bezeichnen.

Die Quadrantiden gehören zu den vier aktivsten Sternschuppenschwärmen. Im Juli/August kann man auch die Perseiden beobachten, im November die Leoniden und im Dezember die Geminiden.

Sternschnuppen im Januar 2021: Woher haben die Quadrantiden ihren Namen?

Am Nordhimmel gab es früher ein Sternbild namens Mauerquadranten. Das gehört jedoch nicht mehr zu den geläufigen Sternbildern. Heute zählt der Mauerquadrant zum Sternbild Bärenhüter, was auf Lateinisch „Bootes“ bedeutet, deshalb heißen die Quadrantiden oft auch Bootiden.

Das Sternbild Bärenhüter stellt auch den Punkt am Himmel dar, aus welchem die Sternschnuppen zu fallen scheinen. Experten sprechen bei diesem Punkt von einem „Radianten“. In diesem Fall liegt dieser besonders weit nördlich am Himmelszelt, weshalb der Meteorschauer auch im Norden besonders gut sichtbar sein sollte.

Sternschnuppen 2021: Kann man sie ewig betrachten?

Sternschnuppen sind schnell und oft schwierig zu fotografieren. Doch mit den richtigen Foto-Tipps für Sternschnuppen lässt sich das besondere Spektakel im Januar 2021 für die Ewigkeit festhalten. (ij)

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