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In einer Berliner Kanzlei ist ein Steuerberater erschossen worden.

Viele offene Fragen

Mord an Steuerberater: Söhne wieder frei

Berlin - Wer erschoss den Steuerberater in Berlin-Charlottenburg? Wo ist die Tatwaffe? Nach dem blutigen Drama gibt es viele Fragen und bislang keine Haftbefehle.

Nach den tödlichen Schüssen auf einen Berliner Steuerberater wird gegen die beiden Söhne wegen Totschlags ermittelt. Überraschend kamen die zunächst festgenommenen jungen Männer im Alter von 16 und 18 Jahren am Dienstag aber wieder auf freien Fuß. Für einen dringenden Tatverdacht und damit mögliche Haftbefehle reichten die Beweise derzeit nicht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Ob es sich um ein Familiendrama handelt, werde noch untersucht.

Den 49 Jahre alten Notar trafen am Montag in seiner Kanzlei im Stadtteil Westend laut Staatsanwaltschaft sechs Schüsse, darunter ein Kopfschuss. Das Opfer starb wenig später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen. Der gebürtige Berliner war mehr als 20 Jahre als Steuerberater tätig, seit 1999 auch als Notar.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hatte die Söhne im Nachbarhaus in der gemeinsamen Wohnung am Montag festgenommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich der Schütze mit einem Schlüssel Zutritt zu der Kanzlei verschafft und auf den Notar in Gegenwart von drei Angestellten gefeuert, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Täter soll laut Polizei ein junger Mann gewesen sein. Die Frau des Juristen, mit der er laut Internetseite zusammen die Kanzlei betrieb, sei nicht im Büro gewesen.

Am Tatort seien Patronenhülsen sichergestellt worden, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bei der Polizei hieß es, die Tatwaffe sei noch nicht gefunden worden. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen.

dpa

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