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Was feuert besser: Kohle oder Gas? Zum Beginn der Saison hat Stiftung Warentest Grills getestet – und zwar vom einfachen Holzkohlerost bis zum teuren Gasgrillwagen. Passend dazu haben die Tester außerdem Bratwürste verkostet.

Stiftung Warentest

Das sind die besten Grills für den Sommer

München - Was feuert besser: Kohle oder Gas? Zum Beginn der Saison hat Stiftung Warentest Grills getestet – und zwar vom einfachen Holzkohlerost bis zum teuren Gasgrillwagen. Passend dazu haben die Tester außerdem Bratwürste verkostet.

Gemeinsames Grillen ist für viele eine perfekte Art, den Sommer zu genießen. Vor der Party steht die Wahl des passenden Geräts – samt der Brennstofffrage: mit Gas oder Holzkohle? Je sechs von jeder Sorte für Partys mit bis zu zehn Personen hat die Stiftung Warentest untersucht. Gute Grills gibt es sowohl für Holzkohle als auch für Gasbefeuerung. Im Test schneiden sieben der zwölf Grills gut ab, der Rest befriedigend. Die besten Grills im Test stammen von Barbecook und Weber.

Testsieger

Unter den Gasgrills liegt der Weber Spirit E-320 Classic vorn. Dicht dahinter folgt der Barbecook Brahma 4.0 Ceram. Mit ihren 650 beziehungsweise 450 Euro richten sie sich an Barbecuemeister, die regelmäßig grillen und unterschiedliche Grillmethoden anwenden wollen. Holzkohlegrills kosten weniger, bieten aber auch weniger Möglichkeiten. Den ersten Platz teilen sich der Säulengrill Barbecook Major Black Go für 189 Euro und der Kugelgrill Weber Master Touch GBS für 289 Euro.

Aufheizen

Gasgrills zünden auf Knopfdruck und erreichen meist nach zehn bis 15 Minuten Grilltemperatur. Kohlegrills dagegen brauchen naturgemäß länger, bis die Holzkohle mit einer weißen Ascheschicht überzogen und einsatzbereit ist. Wer sich an die Gebrauchsanleitungen hält, bleibt mitunter hungrig. Der Hersteller Barbecook empfiehlt 15 Minuten Aufheizzeit. Nach dieser Zeit ist erst rund ein Drittel der Fläche heißer als 200 Grad Celsius. Die Kohlewannen von Dancook und Landmann heizen eine halbe Stunde oder länger auf und erreichen trotzdem nicht überall Grilltemperatur, berichtet die Zeitschrift „test“. Grund: Die empfohlene Kohlemenge füllt die Wannen nicht aus. Im Extremfall kommt die Wurst an einem Ende blass vom Grill. Thüros und Weber empfehlen noch weniger Kohle: 750 bis 850 Gramm. Mit diesen Häuflein hielt die Glut nur 30 bis 40 Minuten.

Lauwarme Würstchen kennen Gasgrills nicht. Sie brennen etliche Stunden mit beeindruckenden Temperaturen: Der Barbecook schafft mit voller Leistung über 500 Grad Celsius. Das wäre heiß genug, um sämtliches Grillgut in Asche zu verwandeln. Hier braucht es wirksame Regler. Doch außer Weber heizen alle Gasgrills bei mittlerer Reglerstellung kräftig weiter. Erst bei niedrigster Stellung sinken die Temperaturen. Besonders die Regler des Campingaz erweisen sich als Plazebos: Zwischen höchster und niedrigster Stellung liegen gerade 34 Grad Celsius. Ausweg: einen Brenner ausschalten oder die Haube öffnen.

Kohle für Puristen

Für Geselligkeit, Würste und Nackensteaks reichen einfache Holzkohlegrills: Kohle rein, anzünden, warten. Das Fleisch liegt meist direkt über der Glut und muss permanent gewendet werden, damit es nicht anbrennt. Fett und Marinade tropfen auf die Kohlen. Dicke Braten sind bei solchen Geräten fehl am Platz. Sie würden beim

deckellosen Grillen entweder verbrennen oder innen roh bleiben. Doch diese Nachteile spielen keine Rolle, wenn beim Grillen Geselligkeit im Vordergrund steht. In einem Punkt sind Kohlegrills sowieso unübertroffen: Sie geben beim direkten Grillen die typische Holzkohlenote.

Reinigung

Nach dem Grillvergnügen bleibt das Reinigen. Für Gasgrills bedeutet das: Roste schrubben, Wärmeverteilerbleche und Fettauffangschalen abspülen. Praktisch: Fettige Teile des Campingaz dürfen in den Geschirrspüler. Kohlegriller müssen noch die Asche entsorgen. Beim Outdoorchef, Thüros und Weber fällt sie in einen Behälter, der sich bequem zum Müll tragen lässt. Der Aschetopf des Barbecook lässt sich nur mit großer Kraft abnehmen. Es besteht die Gefahr, den Inhalt zu verschütten.

Wind und Wetter

Die meisten Grills können getrost im Garten oder auf der Terrasse stehen. Wind und Wetter schaden ihnen kaum. Nur der aus Edelstahl gefertigte Thüros zeigt Rostflecken am Kohlegitter und Aschebehälter. Der Gasgrill von Landmann sollte an Ort und Stelle stehenbleiben. Die Aufhängungen seiner Lenkrollen sind schwach. Sie haben sich beim Rollen bereits auf kurzen Strecken verbogen. Trotzdem lässt er sich weiterhin rollen. Dem Grillvergnügen tut das keinen Abbruch.

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