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Wasser-Alarm in Italien: Gardasee massiv betroffen – Mehrere Städte rationieren Trinkwasser

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Wasser-Not in Italien. Verona hat nun das Trinkwasser rationiert. (Symbolbild)
Wasser-Not in Italien. Verona hat nun das Trinkwasser rationiert. (Symbolbild) © IMAGO / YAY Images

Italien leidet aktuell unter einer enormen Dürre. Im Norden ist dies auch am Gardasee spürbar. Nun hat auch die Großstadt Verona das Trinkwasser rationiert.

Verona - Enorme Hitze und ausbleibender Regen sorgen in Italien weiter für große Probleme. Und: Die große Hitze-Periode steht eigentlich erst noch bevor. Jetzt rationiert auch die Großstadt Verona (knapp 250.000 Einwohner) das Trinkwasser. Ein weiteres deutliches Zeichen, wie extrem die Lage aktuell ist.

Der Bürgermeister der Stadt habe aufgrund der Wetterlage und deren Folgen für die Wasserversorgung eine Verordnung unterzeichnet, „die den Trinkwasserverbrauch für private Zwecke beschränkt“, hieß es am Samstag auf der Website der Stadt.

Italien in Wasser-Not zur Urlaubssaison: Verona stellt Verschwendung unter Strafe

Bis zum 31. August ist es demnach untersagt, Trinkwasser zur Bewässerung von Gärten und Sportanlagen sowie zum Autowaschen und zum Befüllen von Swimmingpools zu verwenden. Bei Nichtbeachtung des Verbots drohe ein Bußgeld bis zu 500 Euro.

Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Städten Italiens verordnet. Auch in Pisa(knapp 90.000 Einwohner) unterzeichnete Bürgermeister Michele Conti eine ähnliche Anordnung: In der bei Touristen beliebten Stadt in der Toskana darf ab 11. Juli Trinkwasser nur noch im Haushalt verwendet werden. Verona ist bislang die größte Stadt.

Wie andere europäische Länder litt Italien in den vergangenen Wochen unter einer ungewöhnlichen Hitzewelle, gleichzeitig fehlte der Regen. Gleiches gilt für die beliebten Urlaubsziele Portugal und Spanien, wie bw24.de berichtet.

Die landwirtschaftlich wichtige Po-Ebene in Norditalien erlebt die schlimmste Dürre seit 70 Jahren. Laut dem größten Bauernverband des Landes, Coldiretti, bedroht die Trockenheit mehr als 30 Prozent der landesweiten Agrarproduktion und die Hälfte der Viehzucht in der Po-Ebene. Dort wird vor allem der Parmaschinken produziert.

Wasser-Alarm in Italien: Gardasee-Wasserstand deutlich niedriger als üblich

Der Wasserspiegel des Lago Maggiore und des Gardasees liegen deutlich tiefer als sonst für diese Jahreszeit üblich. Auch der Tiber, der durch Rom fließt, führt Niedrigwasser. Zuletzt war in Italien sogar die Diskussion entbrannt, ob der Gardasee teilweise abgepumpt werden solle, um der Wasserknappheit entgegenzuwirken.

Weitere Folge der Dürre: Die Stromerzeugung aus Wasserkraft ging deutlich zurück. Wasserkraftwerke gibt es vor allem in den Bergen im Norden des Landes. Sie liefern normalerweise fast ein Fünftel des in Italien benötigten Stroms. Mittlerweile wurden aber auch eklatante Missstände aufgedeckt, die mit zur Wassernot in Italien beitragen. (afp/rjs)

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