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Die Cheops-Pyramide wurde zwei Chemnitzern zum Verhängnis.

Zwei Chemnitzer vor Gericht

Strafbefehl wegen Proben aus Cheops-Pyramide

Chemnitz - Ihrem Prozess in Ägypten blieben sie fern, doch nun müssen sich zwei Chemnitzer auch in ihrer Heimat wegen Diebstahls und Sachbeschädigung mit der Justiz auseinandersetzen.

Weil sie Proben aus der Cheops-Pyramide in Ägypten entnommen haben sollen, müssen sich zwei Chemnitzer nun auch in ihrer Heimat verantworten. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz habe einen Strafbefehl über mehrere tausend Euro wegen Diebstahls und Sachbeschädigung beantragt, sagte eine Sprecherin in Sachsen am Montag. Auslöser sei eine entsprechende Bitte aus Ägypten gewesen. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin Focus über den Fall berichtet. Den Männern wird vorgeworfen, unerlaubt Proben aus Kammern der Pyramide entnommen und nach Deutschland gebracht zu haben. Im Juni wurde in Ägypten ein Prozess gegen sie eröffnet, der im September fortgesetzt wird.

Der Chemnitzer Dominique Görlitz war im April 2013 gemeinsam mit dem Buchautor Stefan Erdmann nach Kairo gereist. Der sogenannte Experimental-Archäologe Görlitz bestreitet den Vorfall nicht - weist aber die Vorwürfe zurück. Er sei sich keiner Schuld bewusst, da er zuvor eine Erlaubnis für den Besuch der Pyramide eingeholt habe. Von dem Strafbefehl zeigte er sich überrascht und kündigte juristische Schritte an. „Das hat nichts mit der Realität zu tun“, sagte er. Das umstrittene Forschungsprojekt hatte in Ägypten für große Empörung gesorgt.

„Ob es tatsächlich eine Doppelverfolgung gibt, ist noch unklar“, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Über den weiteren Verlauf des Verfahrens entscheidet das Amtsgericht Chemnitz.

dpa

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