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Keine Brathähnchen und Ärger um Kruzifixe: Verkaufs-Verbotsliste auf berühmtem Weihnachtsmarkt

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Von: Christoph Gschoßmann

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Weihnachtsmarkt in Straßburg
Das Wort „Christkindelsmärik“ prangt in beleuchteten Buchstaben an einem Zugang zum Weihnachtsmarkt Straßburgs. © Marijan Murat/dpa/Archiv

Für einige gehören manche Speisen und Produkte einfach zum Weihnachtsmarkt dazu, anderen sind sie ein Dorn im Auge: In Straßburg müssen Händler und Kunden nun mit Änderungen klarkommen.

Straßburg / München - Auf dem Weihnachtsmarkt Champagner schürfen, Popcorn oder Brathähnchen essen oder für Hunde oder Katzen Geschenke kaufen? All das ist unmöglich auf dem diesjährigen Straßburger Weihnachtsmarkt. Ebenso wurde der Verkauf von Korbwaren und Schirmmützen verboten. Der mehrheitlich grüne Stadtrat der Stadt in Frankreich hat eine Verbotsliste vorgestellt, die bei den Oppositionsparteien entrüstete Reaktionen ausgelöst haben.

Wieso wurden die Produkte verboten? „Die Weihnachts-Hauptstadt muss mit der Zeit gehen, mit Blick auf die ökologische Verantwortung und die Herkunft der Produkte“, betonte Guillaume Libsig, der die Liste mitverantwortet hat. Deswegen also keinen Champagner, sondern Crémant, einen perlenden Wein aus dem Elsass. „Handwerk und Authentizität sind uns wichtig“, so Libsig.

Aufregung auch um Kruzifixe - Produkte aus asiatischer Herstellung sollen eingedämmt werden

Aufregung gab es auch um Kruzifixe, die nur unter Vorbehalt verkauft werden sollen. Dies bedeute lediglich, dass der Verkauf von Artikeln aus asiatischer Herstellung eingedämmt werden solle, sagte Libsig. Rechtskonservative Republikaner hatten bereits eine Ablehnung christlicher Symbole befürchtet - und das auf einem Weihnachtsmarkt, der die Bürger auf die christlichen Festtage einstimmen soll.

Für manche Händler kommt die Verbotsliste allerdings zu spät: Sie beschwerten sich, dass die Liste erst eineinhalb Monate vor Eröffnung des Weihnachtsmarktes veröffentlicht worden sei. Die meisten Waren seien nun schon bestellt. Der Weihnachtsmarkt in Straßburg beginnt am 25. November - er zählt zu den bekanntesten Europas. (cg mit AFP)

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