+
Dominique Strauss-Kahn droht weiterhin Ärger.

"Carlton"-Affäre

Zuhälterei: Strauss-Kahn droht neuer Prozess

Paris - Der frühere IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn bleibt im Visier der Justiz. Die New Yorker Zimmermädchen-Affäre konnte der 63-Jährige vergangene Woche mit einem Geheim-Deal aus der Welt schaffen.

Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss wegen seiner Beteiligung an Sex-Partys mit Prostituierten weiter mit einem Prozess rechnen. Ein Berufungsgericht im nordfranzösischen Douai wies am Mittwoch einen Antrag, das Anklageverfahren wegen bandenmäßiger Zuhälterei einzustellen, ab. Die Ermittlungen in der nach einem Luxushotel benannten „Carlton“-Affäre gehen damit weiter.

Die Anwälte des 63-Jährigen kündigten umgehend an, beim höchsten französischen Gericht einen Revisionsantrag zu stellen. Die Anschuldigungen gegen ihren Mandanten seien absurd.

Der frühere Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat die Teilnahme an Sex-Partys in Paris und Washington eingeräumt. Er will allerdings nichts davon gewusst haben, dass die beteiligten Damen bezahlt wurden. In diesem Fall dürfte der Franzose nicht verurteilt werden. Nach Meinung seiner Anwälte wurden bei den Ermittlungen zudem mehrfach die Rechte der Verteidigung missachtet.

Eine andere Sex-Affäre hatte bereits vor rund eineinhalb Jahren die Zukunftspläne des in Frankreich kurz DSK genannten Strauss-Kahn durchkreuzt. Nach Vergewaltigungsvorwürfen eines New Yorker Zimmermädchens musste er nicht nur den IWF-Chefposten, sondern auch seine Hoffnungen auf die Präsidentschaftskandidatur für die französischen Sozialisten aufgeben.

Die US-Justiz stellte das strafrechtliche Verfahren zwar wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau ein. Eine zivilrechtliche Klage konnte DSK allerdings nur durch eine in der vergangenen Woche unterschriebene Geheimvereinbarung mit dem Zimmermädchen aus der Welt schaffen. Gerüchten zufolge zahlt er der Frau mehrere Millionen US-Dollar.

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern

Die Affäre Strauss-Kahn: Ein Sex-Krimi in Bildern 

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hubschrauber und Flugzeug stoßen zusammen - Vier Tote bei Flugunfall in England
Ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug stoßen über einem Waldstück in Südengland zusammen. Augenzeugen berichten von einem „lauten Knall“. Vier Menschen kommen bei dem …
Hubschrauber und Flugzeug stoßen zusammen - Vier Tote bei Flugunfall in England
Eurojackpot am 17.11.2017: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen vom Freitag
Eurojackpot am 17.11.2017: Hier finden Sie am Freitag alle aktuellen Gewinnzahlen der Ziehung der Eurolotterie. 10 Millionen Euro liegen aktuell im Jackpot.
Eurojackpot am 17.11.2017: Das sind die aktuellen Gewinnzahlen vom Freitag
Profi-Sportler stirbt bei Horror-Unfall auf A3 - Jetzt ermittelt die Polizei gegen Gaffer
Er war der Kapitän des 1. BC Beuel. Jetzt ist Badminton-Profi Erik Meijs tot. Er starb bei einem schweren Unfall auf der A3.
Profi-Sportler stirbt bei Horror-Unfall auf A3 - Jetzt ermittelt die Polizei gegen Gaffer
Schießen oder schützen: Umgang mit Wölfen polarisiert
Wenn es um den Wolf geht, kochen die Emotionen hoch. Die einen wollen dem Wildtier eine Heimat geben, die anderen wollen es jagen. Die Suche nach Kompromissen läuft.
Schießen oder schützen: Umgang mit Wölfen polarisiert

Kommentare