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Kurz nach Omikron-Entdeckung: Virologe Streeck setzt Hoffnungen in „Sweetspot-Mutation“

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Von: Jennifer Lanzinger

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Virologe Hendrick Streeck hält eine vierte Corona-Welle in Deutschland für vermeidbar - trotz indischer Variante.
Virologe Hendrick Streeck. (Archivbild) © Federico Gambarini/dpa

Die neue Corona-Variante Omikron bereitet aktuell vielen Experten Kopfzerbrechen. Virologe Hendrik Streeck setzt nun die Hoffnung auf die sogenannte Sweetspot-Mutation.

Berlin - Seit fast zwei Jahren wirbelt das Coronavirus den Alltag in Deutschland und der Welt auf, vor dem aktuellen Corona-Winter und vielen überfüllten Intensivstationen warnen Experten bereits seit Wochen. Die neu entdeckte Corona-Variante Omikron bereitet Experten zusätzlich Sorgen. Geht es nach Virologe Hendrik Streeck könnte sich die Mutation jedoch zu einer Sweetspot-Mutation entwickeln.

Kurz nach Omikron-Entdeckung: Virologe Streeck setzt Hoffnungen in „Sweetspot-Mutation“

Wie gefährlich die neue Corona-Variante Omikron tatsächlich ist, ist noch nicht klar. Ebenfalls ungeklärt bleibt bislang, ob aktuelle Impfstoffe auch gegen die neue Mutation im gleichen Ausmaß schützen. Die Symptome scheinen sich aktuell von einer gewöhnlichen Corona-Infektion teilweise zu unterscheiden, eine Expertin beobachtete vor allem ein auffälliges Symptom.

Virologe Hendrik Streeck erklärt nun im Gespräch mit ntv, dass bisherige Daten aus Südafrika und Schweden zeigen würden, dass die Omikron-Variante sogenannte Flucht-Mutationen in sich trage. Die Variante werde deshalb offenbar vom Immunsystem geimpfter und genesener Personen schwerer erkannt. Doch werde die Mutation von den Immunsystem durchaus erkannt, durch beispielsweise eine Booster-Impfung könne das Immunsystem auch weiterhin gut gegen die Omikron-Variante vorgehen.

Wird Omikron-Variante zur sogenannten Sweetspot-Mutation?

Wie Streeck in dem Gespräch weiter erklärt, würden Daten aus den USA zeigen, dass das Virus in seinem Schweregrad ein wenig heruntergesetzt sein könnte. „Das muss man im Moment noch mit Vorsicht genießen. Denn man braucht noch die Daten aus dem echten Leben. Aber wenn sich das so entwickelt, ist das in der Tat eine Sweetspot-Mutation“. Dabei gebe es zwar mehr Infektionen, diese würden jedoch leichtere Symptome nach sich ziehen.

Für die Weihnachtszeit rät der Virologe jedem, die Kontakte so weit es geht einzuschränken. Es sei nicht wichtig, die Zahlen auf ein Sommer-Niveau zu drücken, doch müsse das Gesundheitssystem vor einer Überbelastung geschützt werden.

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