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Omikron-Subtyp BA.2 der neue Treibstoff für die Pandemie? Virologe Streeck mit unverblümter Analyse

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Von: Jennifer Lanzinger

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Hendrik Streeck, Virologe an der Uniklinik Bonn sitzt in einem Labor. Auf der berühmten Karnevalssitzung von Gangelt am Anfang der Corona-Pandemie feierten nach Erkenntnissen des Virologen Hendrik Streeck wohl mehrere Infizierte - und nicht nur einer.
Hendrik Streeck, Virologe an der Uniklinik Bonn sitzt in einem Labor. Auf der berühmten Karnevalssitzung von Gangelt am Anfang der Corona-Pandemie feierten nach Erkenntnissen des Virologen Hendrik Streeck wohl mehrere Infizierte - und nicht nur einer. © Oliver Berg/dpa

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter rapide. Doch könnte der Omikron-Subtyp BA.2 die Zahlen noch höher treiben? Virologe Hendrik Streeck ordnet die aktuelle Lage ein.

Berlin - Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen weiter an, Experten befürchten allerdings, dass es weitaus mehr als die gemeldeten Fälle geben könnte. Am Mittwoch, 9. Februar 2022, hatte die Zahl der Neuinfektionen bereits über 230.000 Fälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden erreicht. Geht es nach dem Virologen Hendrik Streeck, könne das Coronavirus nicht ausgerottet werden. Vor allem die Auswirkungen des Omikron-Subtyps könnten aktuell noch nicht eindeutig abgeschätzt werden.

Treibt der Omikron-Subtyp BA.2 die Zahlen noch weiter in die Höhe? Virologe Streeck mit Andeutung

Wie Hendrik Streeck in einem Interview mit ntv erklärt, müsse sich auf weitere Corona-Varianten eingestellt werden. Während aktuell die weitaus mildere Variante Omikron für ein nahezu stabiles Infektionsgeschehen auf den Intensivstationen sorgt, breitet sich der Omikron-Subtyp BA.2 in Deutschland weiter aus. Für die Woche bis zum 23. Januar weist das Robert Koch-Institut in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend einen Anteil von 5,1 Prozent aus - rund eine Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor. Demnach dominiert bisher in Deutschland der Omikron-Subtyp BA.1.

Video: Das sagt Drosten über den Omikron-Subtyp BA2

BA.2 hatte sich unter anderem in Ländern wie Dänemark stark ausgebreitet. Deutsche Experten erwarten dies auch hierzulande und befürchten, dass dies die Omikron-Welle verlängern könnte. Der Charité-Virologe Christian Drosten hatte am vergangenen Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ gesagt, dass die hier geltenden Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung im Vergleich zu anderen Ländern jedoch verlangsamen dürften .Die beiden Omikron-Subtypen hatte Drosten mit einer Auto-Metapher erklärt und über BA.2 gesagt: „Der Motor, der hat schon ein paar PS mehr.“ Das RKI schreibt in seinem Wochenbericht, dass „die Sublinie BA.2 leichter übertragbar ist als BA.1 und immunevasive Eigenschaften aufweist, die diese höhere Übertragbarkeit begründen könnten“.

Wie gefährlich ist der Omikron-Subtyp BA.2 wirklich? Hendrik Streeck ordnet bisher Bekanntes ein

Hendrik Streeck verdeutlicht im Interview mit ntv, dass der Einfluss des Omikron-Subtyps BA.2 aktuell noch überhaupt nicht vorhersehbar sei. Das Coronavirus insgesamt sei demnach nicht ausrottbar, es müsse sich auch auf weitere Varianten eingestellt werden. Wie Streeck in dem Interview betont, könnte die BA.2-Variante jedoch möglicherweise leichter übertragbar sein, als die Omikron-Variante BA.1.

„Was es jetzt konkret für uns bedeutet ist, dass es vielleicht, wenn BA.2 bei uns dominant werden würde - Sie hören, dass ich ganz viel ´vielleicht´ im Moment sage - dass wir einen Knick in dem absteigenden Ast sehen. Also wenn die Fallzahlen wieder fallen, dass wir dann ein Plateau oder ein zweites Peak kriegen. Aber das ist alles Spekulation“. Ob die Zahlen durch die Subvariante tatsächlich ansteigen könnten, wird sich erst in den nächsten Wochen herausstellen. Virologe Hendrik Streeck erklärt jedoch, dass sich darauf möglicherweise eingestellt werden müsse.

Das deutsche Gesundheitssystem werde demnächst nicht überlastet sein, so ein Verband. Maßnahmen könnten also fallen. Aus den Schulen kommt Widerspruch – aus einem anderen Grund.

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