+
Die Einsatzkräfte beim Verlassen des Tatorts

Streit mit Freundin: Mann tötet sieben Menschen

Washington - Ein Amerikaner hat offenbar nach einem Streit mit seiner Freundin ein Blutbad angerichtet, wie US-Medien berichteten. Die Polizei hat den Täter erschossen.

Die Behörden erklärten, der Mann habe am Sonntagmorgen zuerst seine Freundin und deren Bruder erschossen und dann weitere Opfer in der Nachbarschaft verfolgt. Ein Mensch wurde verletzt. Ein mögliches Motiv war nicht bekannt. Das Blutbad begann den Behördenangaben zufolge am Sonntagmorgen um 11.00 Uhr. Der Täter erschoss in der Kleinstadt Copley zunächst seine Freundin und lief dann in ein Nachbarhaus, wo er ihren Bruder tötete. Er verfolgte vier weitere Menschen durch die Nachbarschaft und schoss auf einen von ihnen. Danach stürmte er in ein weiteres Haus, wo zwei weitere Nachbarn Schutz gesucht hatten. Einer von ihnen wurde von einer Kugel getroffen.

Vor dem Haus lieferte sich der Mann eine Schießerei mit einem Beamten und einem ehemaligen Polizisten und wurde tödlich getroffen. Die Namen und das Alter der Opfer wurden nicht mitgeteilt. Nachbarn erklärten, unter den Todesopfern sei ein elfjähriger Junge. Ein Mitarbeiter der Schulbehörde sagte, zwei der Opfer hätten die örtliche Highschool besucht.

Ein Augenzeuge, der 76 Jahre alte Gilbert Elie, hörte die Schüsse und Hilferufe. Er lief über die Straße und fand dort eine Frau in der Einfahrt liegen, wie er erklärte. In der Nähe habe ihr Ehemann gelegen. Die kleine Enkelin und eine weitere Frau hätten im Auto gesessen und ebenfalls Schusswunden erlitten. Eine weitere Frau sei aus dem Haus nebenan gelaufen und habe versucht, mit ihm zu sprechen. Ein Mann sei ihr jedoch gefolgt und habe auf sie geschossen. “Sie hat mit mir gesprochen und er tauchte hinter ihr auf und schoss, also glaubte ich, dass ich der nächste sein würde“, sagte Elie der Nachrichtenagentur AP. Er habe sich versteckt.

Am Sonntagabend kamen in einem Park der Stadt rund 200 Menschen zu einer Trauerfeier zusammen und gedachten der Opfer. Auch bei Facebook erschienen Beileidsbekundungen für die Angehörigen der Getöteten. Manche berichteten, sie hätten einen doppelten Regenbogen gesehen, “ein Zeichen von Gott, dass es den Geholten gut geht“, wie Kelly Kerr Gill schrieb.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

120 Kilometer Verfolgungsjagd: Polizei schnappt Autodieb im Luxus-SUV
Nach einer wilden Verfolgungsjagd über rund 120 Kilometer durch Sachsen mit zwei Unfällen hat die Polizei in Bischofswerda einen mutmaßlichen Autodieb gefasst.
120 Kilometer Verfolgungsjagd: Polizei schnappt Autodieb im Luxus-SUV
Lotto am Mittwoch vom 20.06.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
Lotto am Mittwoch vom 20.06.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute. 1 Million Euro liegt im Jackpot.
Lotto am Mittwoch vom 20.06.2018: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
25-Jährige ist erfolgreiches Model - ihr Nebenjob verblüfft wirklich
Sandra Hunke aus Ostwestfalen-Lippe tritt auf Modemessen und in Fernsehserien auf. Doch das Model lebt in zwei ganz unterschiedlichen Welten. 
25-Jährige ist erfolgreiches Model - ihr Nebenjob verblüfft wirklich
Ist Glyphosat schuld? Krebskranker verklagt  Monsanto
Der Unkrautvernichter Glyphosat steht im Verdacht krebserregend zu sein. Ein Amerikaner ist sich sicher. In den USA hat der 46-Jährige nun den Staatgutriesen Monsanto …
Ist Glyphosat schuld? Krebskranker verklagt  Monsanto

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.