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Ein "Spielstraße"-Hinweisschild und ein Geschwindigkeitsschild hängen in Berlin in der Gudvanger Straße in Prenzlauer Berg. 

Bezirksamt will Klärung

Streit um Berliner Spielstraße kommt vor Gericht

Eine Straße in Berlin soll für spielende Kinder gesperrt werden. Doch dann regen sich Anwohner in Prenzlauer Berg auf. Jetzt kommt der Fall vor Gericht.

Berlin - Das Verwaltungsgericht Berlin verhandelt heute über den Streit um eine temporäre Spielstraße in Berlin-Prenzlauer Berg. Mehrere Anwohner haben gegen die teilweise Sperrung der Straße für den Autoverkehr geklagt. Wann das Urteil gesprochen wird, stand noch nicht fest.

Laut Bezirksamt Pankow sollten auf einem Abschnitt der Straße jeden zweiten Dienstag von Mai bis Oktober zwischen 10.00 und 18.00 Uhr Kinder ungestört spielen dürfen. Die Kläger monierten laut Gericht, dass die Straße unzulässig zu einem Spielplatz umgewandelt werde, für den es auch keinen Bedarf gebe.

Die Kläger hätten den Rechtsstreit inzwischen zwar für erledigt erklärt, doch nun bestehe das Bezirksamt auf grundsätzlicher Klärung, sagte ein Gerichtssprecher. Die Klage war vor einem Jahr eingereicht worden.

Um das Projekt war lange gerungen worden. Im Frühjahr 2015 stand das Straßenstück kurzzeitig einmal pro Woche nur Kindern zur Verfügung. Autos durften weder durchfahren noch parken.

Eine Anwohnerin stoppte das Spielen per Eilantrag. Die Spieltermine wurden gekürzt. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte die Anwohner-Klage als weiteren Beleg für eine latente Kinderfeindlichkeit der Gesellschaft gewertet.

dpa

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