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Vermieter müssen bleihaltige Rohre in Wohnungen austauschen lassen.

Vermieter müssen handeln

Strengere Grenzwerte für Blei im Trinkwasser

Berlin - Zum Schutz der Gesundheit gilt seit Sonntag ein strengerer Grenzwert für Blei im Trinkwasser. Vermieter müssen Mieter über bleihaltige Wasserrohre in Wohnungen informieren.

Zum Schutz der Gesundheit gilt seit Sonntag ein strengerer Grenzwert für Blei im Trinkwasser. Ein Liter Wasser darf nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums künftig nicht mehr als 0,01 Milligramm Blei enthalten. Da die Werte in Bleirohren älterer Gebäude in der Regel höher sind, müssen diese ausgetauscht werden.

Wasserversorger oder Vermieter, die Bleirohre zum Stichtag nicht vollständig ausgewechselt haben, müssen die Bewohner schriftlich oder per Aushang darüber informieren. Diese Regel ziele auf kleine noch vorhandene Reste von Bleirohren, hieß es.

Das Nerven- und Blutgift Blei beeinträchtigt die Entwicklung des Nervensystems. Gemäß einer vor gut zehn Jahren in Kraft getretenen Trinkwasserverordnung wurden die Bleigrenzwerte schrittweise gesenkt. Vom Austausch bleihaltiger Rohre sind möglicherweise ältere Häuser betroffen, die vor 1970 gebaut wurden. Danach wurden keine Bleileitungen mehr verbaut.

dpa

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