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Verblüffende Studie: Strumpfhosen schützen effektiv vor Corona-Infektionen

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Von: Martina Lippl

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Strumpfhosen sind laut einer neuen Studie nützlich gegen Corona.
Strumpfhosen sind laut einer neuen Studie nützlich gegen Corona. © Antonio Guillem/imago

Strumpfhosen eignen sich zum Schutz gegen eine Corona-Infektion. Das haben Forscher einer renommierten britischen Universität herausgefunden. Doch das ist nicht alles.

Cambridge – Mit Damenstrumpfhosen und Coronaviren* haben sich Forscher der Cambridge University befasst. Und die Strumpfhosen schneiden besonders gut ab. Das klingt etwas bizarr. Doch das Forscherteam um Studienleiterin Eugenia O‘Kelly hat sieben Methoden untersucht, um die Wirksamkeit einer FFP2-Maske oder OP-Maske zu erhöhen. Dabei kamen neben Strumpfhosen Klebeband und auch Gummibänder zum Einsatz. Die Studien zu den sogenannten „Face mask fit hacks“ - wurde in Plos One veröffentlicht und wurde schon von anderen unabhängigen Wissenschaftlern begutachtet.

Das Problem bei FFP2-Masken und OP-Masken

FFP2-Masken sowie OP-Masken sitzen oftmals schlecht. Dabei ist gerade eine optimale Passform zum Schutz vor einer Infektion entscheidend. Schließlich sollen ja keine oder möglichst wenig Corona-Viruspartikel beim Sprechen oder Atmen durch die Maske entweichen oder eindringen. Schon zu Beginn der Corona-Pandemie wurde kontrovers über Thema Masken-Tragen diskutiert. Inzwischen gelten FFP2-Masken oder KN95-Masken als wirksames Mittel, um eine Infektion mit Corona* zu verhindern. So das Ergebnis einer aktuellen Studie des Max-Planck-Instituts. Sitzen Masken schlecht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion auf vier Prozent.

Tricks um Passform bei Masken zu verbessern

Vorschläge und Techniken, die Passform von Masken zu verbessern, verbreiten sich auch in den sozialen Medien. Bisher fehlten jedoch wissenschaftliche Studien dazu. Das britische Forscherteam hat jetzt sieben dieser „Fit-Hacks“ untersucht und bewertet. Im Focus der Wissenschaftler stand Passform sowie Partikelkonzentration.

„Wir haben viele anekdotische Beweise dafür gesehen, dass Menschen ihre Masken verbessern, um sie besser an ihre Gesichtsform anzupassen. Aber wir wollten überprüfen, ob einer dieser Hacks tatsächlich funktioniert, da auf diesem Gebiet nur sehr wenig Forschung betrieben wurde“, sagte Eugenia O‘Kelly in einer Pressemitteilung zur Studie.

Damenstrumpfhose wirkt besonders gut gegen Coronaviren

Das Tragen einer Damenstrumpfhose über einer Maske im Gesicht war besonders effektiv und kann das Ansteckungsrisiko mit Corona erheblich verringern, so das Fazit der Forscher. Denn, durch die Strumpfhosen wurden Lücken um Mund und Nase geschlossen. Zudem biete die Nylon-Schicht über einer KN-95-Maske einen weiteren Filter. Allerdings weisen die Forscher ausdrücklich daraufhin, dass die Marke der Strumpfhose einen erheblichen Einfluss habe. Doch eine Strumpfhose über der Maske zu tragen, empfanden viele Probanden als unangenehm.

Auch mit dem Klebeband eine Maske abzudichten, sei zwar wirksam, aber unbequem. Das Gewebeband sei zwar angenehm zu tragen, aber verursache beim Entfernen Beschwerden. Gummibänder beispielsweise üben einen schmerzhaften Druck auf die Ohren und das Gesicht aus und können sogar die Blutzirkulation verhindern. Die anderen Fit-Hacks lieferten nur kleine bis mäßige Verbesserungen.

Mund-Nasen-Schutz: Forscher testen Einsatz von Strumpfhosen um die Passform zu verbessern.
Mund-Nasen-Schutz: Forscher testen Einsatz von Strumpfhosen um die Passform zu verbessern. © screenshotplos one/ cambridge university

Freiwillige führten Aktivitäten mit Masken durch

Die vier Freiwilligen testeten die verschiedenen optimierten Masken sieben Minuten lang in verschiedenen möglichst lebensnahen Aktivitäten wie normales Atmen, schweres Atmen, Reden, Drehen des Kopfes zur Seite, Nicken, Lächeln, Grimassen schneiden und auch Bücken nach vorne. 

Britisches Forscherteam testet 7 „Fit Hacks“

FFP2-Maske: So können Sie die Passform überprüfen

Die Passform einer Maske wird stark von der Gesichtsform des Trägers beeinflusst, betonen die Forscher. Bestimmte Hacks können der Studie zufolge die Passform und damit die Funktion einer Maske verbessern. Doch der Komfort spielt dabei eine wichtige Rolle.

„Wir hoffen, dass diese Ergebnisse beim Design zukünftiger Masken verwendet werden können, um sicherzustellen, dass sie für so viele Träger wie möglich so eng wie möglich am Gesicht anliegen, ohne dass sie unbequem werden“, sagte O’Kelly.

Wer eine FFP2-Maske trägt, sollte auf die Passform achten, unterschiedliche ausprobieren. Ein Tipp von Studienautorin O’Kelly: „Wenn Sie einatmen, möchten Sie sehen, wie sich das Material ein wenig bewegt, was auf eine ziemlich gute Passform hindeutet.“(ml)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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