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Zilla van den Born (links) mit einem buddhistischen Mönch in einem Tempel. Das Bild ist nicht in Asien entstanden, sondern in Amsterdam.

Projekt via Facebook

Studentin täuscht fünfwöchigen Asien-Urlaub vor

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Amsterdam - Die Holländerin Zilla van den Born will durch ein Experiment auf die Gefahren der Scheinwelt Internet hinweisen. Dafür schwindelte sie ihren Angehörigen einen mehrwöchigen Asien-Trip vor.

Für ein Projekt in ihrer Universität gab die holländische Studentin Zilla van den Born vor, für mehrere Wochen durch Südostasien zu reisen. In Wahrheit jedoch verbrachte die Grafikdesignerin 42 Tage in ihrer Wohnung in Amsterdam.

Das ungewöhnliche Projekt hatte die Mittzwanzigerin schon vor einigen Monaten beendet und sorgte dabei zunächst in niederländischen Medien wie AD.nl oder lindanieuws.nl für Aufsehen, mehr und mehr geht ihre Geschichte nun um die Welt.

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Sie wollte auf die Gefahren der Scheinwelt Internet hinweisen. Auf all den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram sei nicht immer alles so, wie es scheint. Man lasse sich manipulieren von Bildern, Posts und Nachrichten, die aber nicht die Realität widerspiegeln. "Auf Facebook oder anderen Social-Media-Diensten manipulieren wir tagtäglich unser eigenes öffentliches Bild", wird sie zitiert. "Wir kreieren virtuell eine Ideal-Welt, inszenieren eine Show für unsere 'Freunde" und Follower'. Mein Ziel war es, mal aufzuzeigen, wie normal die verzerrte Wahrheit mittlerweile ist."
Genau dort setzte Zilla van den Born bei ihrem Experiment an. Sie plante alles bis ins Detail.

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Sie ließ sich von ihren Eltern an den Flughafen bringen, fuhr jedoch, sobald die Familie weg war, wieder in ihr Appartment nach Amsterdam zurück. Sie postete auf ihrem Facebook-Account tropische Urlaubsfotos, die sie davor mit Photoshop bearbeitete. Born schickte ihren Freunden mitten in der Nacht Textnachrichten, um die Zeitverschiebung vorzutäuschen. Wenn sie mit ihren Eltern via Skype Kontakt aufnahm, baute die Holländerin sogar ihre Wohnung zu 'Hotelzimmern' um, damit alles täuschend echt aussah.

Die Studentin schuf für fünf Wochen eine Illusion, und keiner in ihrem Umfeld bemerkte es. Am Ende ihres Projektes stellte sie in einem Video die Reaktionen ihrer Familie und Freunden zusammen, als sie die ganze Wahrheit um ihren angeblichen Trip durch Laos, Thailand und Kambodscha enthüllte. Schlussendlich war das Projekt sicherlich mit sehr viel Aufwand verbunden, doch ein voller Erfolg, wie sich in den Videos sehen lässt.  

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