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Die weltberühmte Oper im Hafen von Sydney. Australien steht bei jungen Leuten hoch im Kurs. Au-pairs machen allerdings häufig schlechte Erfahrungen. Foto: Daniel Naupold/Symbol

Billige Arbeitskräfte

Studie: Au-pairs in Australien werden häufig ausgenutzt

Sydney (dpa) - Als Au-pair nach Australien? Die Jobs bei Familien am anderen Ende der Welt sind begehrt, aber nach einer neuen Studie werden die meisten jungen Erwachsenen dabei ziemlich ausgenutzt.

Nach einer Untersuchung, die in Sydney veröffentlicht wurde, werden die zeitweiligen Familienmitglieder aus dem Ausland häufig wie Babysitter bezahlt, müssen dafür aber viel Hausarbeit machen.

Für die Studie der University of Technology Sydney (UTS) und der Macquarie-Universität wurden im vergangenen Jahr annähernd 1500 Au-pair-Mädchen und -Jungen befragt. Ein gutes Drittel davon (35 Prozent) kam aus Deutschland. Mehr als die Hälfte aller Befragten gaben an, im Durchschnitt 36 Stunden pro Woche zu arbeiten - und neben der Kinderbetreuung auch jeden Tag zu kochen, zu putzen und sonstige Hausarbeit zu übernehmen.

Für junge Leute gibt es in Australien besondere Visa-Bestimmungen, die es erlauben, gleich nach der Schule für bis zu ein Jahr nach Australien zu kommen. Nach Schätzungen leben derzeit etwa 10.000 Au-pairs in Australien, davon 9000 Mädchen. In der Regel wohnen sie direkt bei der Familie. Als Ausgleich für Kinderbetreuung und Hausarbeit bekommen sie einen geringen Lohn.

Eine der Autorinnen der Studie, Laurie Berg, meinte, die große Nachfrage nach Au-pairs werde zwar oft damit erklärt, dass australische Familien bezahlbare Kinderbetreuung brauchten. Aber viele Familien nutzten dies aus, um billige Haushaltskräfte zu bekommen.

Mitteilung zur Studie

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