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Auch ohne Schönheits-OP finden sich die meisten Deutschen gutaussehend.

Studie: Deutsche finden sich schön

Bochum - Wenn es darum geht, die eigene Schönheit zu bewerten, ist der Deutsche wenig bescheiden. Selbst Kandidaten für eine Beauty-OP halten sich im Durchschnitt für gutaussehend.

Hässlich oder schön: In der Frage des Aussehens schätzen sich die Deutschen positiv ein. Auf einer Skala von 0 bis 100 sahen sich die rund 1000 Teilnehmer einer repräsentativen Umfrage bei durchschnittlich 69,1 Prozent. 0 entsprach hässlich, 100 schön. Während sich fast niemand zu der unteren Region zwischen 0 und 30 bekannte, gruppierte sich etwa jeder Zehnte in der obersten Region (90 bis 100) ein.

Der Deutsche sieht sich überdurchschnittlich als schön an“, meinte am Montag der Psychologe Prof. Jürgen Margraf von der Ruhr-Universität Bochum. Er ist auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.

Margraf hatte zusammen mit Kollegen der Universität Basel psychologische Gründe für den Gang zum Schönheitschirurgen erforscht und die Umfrage in Auftrag gegeben. Die Erwartungen der meisten operierten Patienten wurden demnach zufolge auch erfüllt. Ihre vordringlichen Gründe, sich unters Messer zu begeben, waren: sich wohler fühlen (95 Prozent), Schönheitsfehler beseitigen (64 Prozent) und mehr Selbstbewusstsein erlangen (58 Prozent). Nur ein kleiner Teil gab an, es für den Partner zu tun oder um die Chancen auf der Suche nach einem Partner zu verbessern. Gut jeder Zehnte (12 Prozent) machte sich allerdings die übertriebene Hoffnung, alle Probleme könnten gelöst werden oder er werde ein völlig neuer Mensch. Nur vier Prozent waren unzufrieden und würden auch keine Schönheitsoperationen empfehlen.

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Befragt wurden daneben 544 Patienten, die vor einer Schönheits-OP standen. Sie sahen sich auf der Skala bei 66,6 Prozent. Nach der OP stieg ihre Einschätzung um fast zehn Punkte, wie Margraf betonte. Die psychologische Ausgangsbasis aller Befragten war ähnlich. Es gab einige Beteiligte mit Depressionen oder Sozialphobien, aber etwa gleich viele in allen Gruppen. Zur besseren Vergleichbarkeit ließ Margraf weitere 264 Personen befragen, die mit einer OP geliebäugelt, die Idee aber letztlich verworden hatten.

dpa

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