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Eine neue Studie über die Opfer islamistischer Gewalt wurde am Donnerstag in London vorgestellt. Demnach war die Extremistengruppe IS für die meisten Toten im vergangenen Monat verantwortlich.

Neue Studie

Dschihadisten töteten 5042 Menschen im November

London - Nach einer ersten Schätzung über die Opfer islamistischer Gewalttaten haben Dschihadisten im November weltweit 5042 Menschen getötet. Die vollständigen Ergebnisse einer aktuellen Studie:

Der am Donnerstag vorgestellten Studie des World Service der britischen BBC und des Londoner International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR) zufolge verübten Extremisten im vergangenen Monat in 14 Ländern 664 Angriffe oder Anschläge.

Die Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) war demnach für 308 Angriffe mit 2206 Toten verantwortlich, also für 44 Prozent aller Opfer islamistischer Gewalt. Gefährlichstes Land war der Irak. Dort fielen 1770 Menschen Anschlägen und Angriffen zum Opfer. Jeder dritte Todesfall in dem Land war auf islamistische Gewalt zurückzuführen.

Die "dschihadistische Bewegung - von der man noch vor drei Jahren dachte, sie stünde vor einem vollständigen Niedergang - ist stärker denn je", sagte ICSR-Direktor Peter Neumann. Auffallend sei, dass 60 Prozent der Dschihadisten-Morde von Gruppierungen verübt worden seien, die zumindest offiziell keinerlei Verbindungen zu Al-Kaida hätten.

Die mit Abstand brutalste Organisation war laut dem Bericht der IS. Der nigerianischen Gruppierung Boko Haram wurden 30 Attacken mit 801 Todesopfern zugeschrieben. Für 151 Anschläge und Angriffe mit 720 Toten waren demnach die Taliban in Afghanistan verantwortlich. Weitere Schreckenszahl: 426 Menschen wurden im November von islamistischen Extremisten hingerichtet, 50 von ihnen geköpft, 34 Enthauptungen fanden in Syrien statt.

Für ihre Studie ergänzten die Autoren Meldungen einschlägiger Medien mit Daten von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und Beobachtungsportalen. Sie räumten ein, dass die Exaktheit nicht immer sichergestellt sei, zumal bei Angaben aus Bürgerkriegsländern wie Syrien.

AFP

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