Studie: Gift-Rückstände in Klamotten

Hamburg - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in einer Studie in Textilien Rückstände einer giftigen Chemikaliengruppe nachgewiesen. Auch deutsche Läden führen belastete Artikel.

Die hormonell wirksamen Nonylphenolethoxylate (NPE) belasten demnach vor allem die Umwelt in den Herstellerländern wie China. Die Chemikalien seien durch Labors in 52 von 78 Produkten aus Geschäften in 18 Ländern festgestellt worden, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Vier belastete Artikel kämen aus Läden in Deutschland.

Zwar gebe es für Verbraucher keine unmittelbaren gesundheitsschädlichen Auswirkungen, in den Herstellerländern wie China aber belaste nonylphenolhaltiges Abwasser “das Trinkwasser von Millionen Menschen“, sagte Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Textilunternehmen müssten “eine vollständige Deklaration ihrer Schadstoffe vorlegen und Risiko-Chemikalien durch ungefährliche Alternativen ersetzen“.

Unter den getesteten Kleidungsstücken von 15 Firmen seien auch Artikel der Sportmarken Puma und Nike gewesen. Die beiden Unternehmen hätten sich inzwischen mit der Greenpeace-Forderung einverstanden erklärt, die gefährlichsten Chemikalien aus der Produktion zu verbannen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dampfleitung explodiert in New York - Gebäude in Manhattan evakuiert
In New York City ist eine unterirdische Leitung explodiert. 28 Gebäude wurden im Geschäftsviertel Manhattan evakuiert, berichtet die Feuerwehr via Twitter. 
Dampfleitung explodiert in New York - Gebäude in Manhattan evakuiert
Angler entdeckt angeblich diesen Monster-Karpfen im Fluss! Woher kommt dieser Riesen-Fisch?
Ein Angler hat angeblich einen Monster-Karpfen entdeckt! Ein Foto postete der Mann bei Facebook. Doch woher kommt der Riesen-Fisch wirklich?
Angler entdeckt angeblich diesen Monster-Karpfen im Fluss! Woher kommt dieser Riesen-Fisch?
Eiskunstläufer Denis Ten nach Messerattacke gestorben
Der kasachische Eiskunstläufer und Olympia-Dritte von Sotschi, Denis Ten, ist bei einer Messerattacke in seiner Heimatstadt Almaty getötet worden.
Eiskunstläufer Denis Ten nach Messerattacke gestorben
Risiko Darmkrebs - Künftig Einladung zur Früherkennung
Zehntausende sterben jedes Jahr daran. Dabei könnten Früherkennungen von Darmkrebs Leben retten. Doch viele meiden Stuhltests und Darmspiegelung. Das soll sich jetzt …
Risiko Darmkrebs - Künftig Einladung zur Früherkennung

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.