Abgestorbene Fichten stehen im Wald von einem Landwirt hinter den zu bereits abgeholzten und zu Stapeln geschlichteten Bäumen. Foto: Uwe Zucchi/dpa
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Abgestorbene Fichten stehen im Wald von einem Landwirt hinter den zu bereits abgeholzten und zu Stapeln geschlichteten Bäumen. Foto: Uwe Zucchi/dpa
Die Raupe des Schwammspinners sitzt auf dem Blatt einer Roteiche. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa
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Die Raupe des Schwammspinners sitzt auf dem Blatt einer Roteiche. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa
Tote Nadelbäume: Schädlinge und die extreme Dürre haben in deutschen Wäldern massive Schäden angerichtet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa
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Tote Nadelbäume: Schädlinge und die extreme Dürre haben in deutschen Wäldern massive Schäden angerichtet. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa
Morscher Stamm einer Buche: Die extreme Dürre vom Vorjahr und anhaltende Trockenheit lassen viele Buchen sterben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Morscher Stamm einer Buche: Die extreme Dürre vom Vorjahr und anhaltende Trockenheit lassen viele Buchen sterben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Blick auf den Nationalpark Harz mit teilweise abgestorbenen Fichten. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Blick auf den Nationalpark Harz mit teilweise abgestorbenen Fichten. Foto: Swen Pförtner/dpa
Der deutsche Wald ist durch Dürrejahre und Schädlinge zum Patienten geworden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Der deutsche Wald ist durch Dürrejahre und Schädlinge zum Patienten geworden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Ein X markiert eine tote Buche in einem Waldgebiet in Wolfsburg. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
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Ein X markiert eine tote Buche in einem Waldgebiet in Wolfsburg. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Forschergruppe mit Kritik

Studie zu Aufforstung gegen Klimawandel angezweifelt

205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, rund zwei Drittel der von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen könne durch Aufforstung der Wälder aufgefangen werden - so eine Studie der ETH Zürich. Kritiker sehen jedoch das Potenzial von Aufforstung überbewertet.

Lüneburg/Bonn/Zürich (dpa) - Der Klimawandel kann durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Aufforstung - dieses im Sommer veröffentlichte Studienergebnis stößt auf Kritik anderer Forscher.

Das Potenzial von Baumpflanzungen zur Eindämmung des Klimawandels sei in der Studie dramatisch überbewertet, hieß es von der Leuphana Universität Lüneburg. Als Co-Autorin war die Leuphana-Forscherin Vicky Temperton an einer aktuellen Stellungnahme im Fachmagazin "Science" zu der Anfang Juli vorgestellten Analyse beteiligt.

Das Pflanzen von Bäumen an falschen Orten könne sogar Ökosysteme zerstören, die Intensität von Waldbränden erhöhen und die globale Erwärmung verschärfen, erläutern Forscher um Temperton und Joseph Veldman von der Texas A&M University in den USA.

Auch Forscher zahlreicher anderer Universitäten und Institute wie etwa der LMU München, der Uni Bonn und des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg äußern sich in "Science" kritisch zu der Studie.

Die Erde könne ein Drittel mehr Wälder vertragen, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden, hatten Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich im Sommer in "Science" geschrieben. Bäume zu pflanzen habe das Potenzial, zwei Drittel der bislang von Menschen verursachten klimaschädlichen CO2-Emissionen aufnehmen.

Die neuen Wälder könnten demnach 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern, wenn sie herangewachsen sind - etwa zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die seit der Industriellen Revolution durch den Menschen in die Atmosphäre gelangten.

Der Wert von 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff sei viel zu hoch angesetzt, heißt es nun in dem kritischen Beitrag der Forscher um Veldman. Schwerwiegende Mängel hätten zu einer fünffachen Überschätzung des Potenzials neu gepflanzter Bäume für die Eindämmung des Klimawandels geführt. So werde in der Studie etwa davon ausgegangen, dass Böden in Ökosystemen ohne Bäume keinen Kohlenstoff enthalten - in vielen Lebensräumen wie Savannen und Torfmooren sei aber mehr Kohlenstoff im Boden gebunden als in der oberirdischen Vegetation.

"Eine ökologische Sanierung könnte viel mehr zu natürlichen Klimalösungen beitragen, wenn wir uns nicht nur auf Wälder fokussieren, sondern uns auch um Grasland, Savannen, Buschland und Torfmoore kümmern", sagt Temperton.

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