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Der vermeintliche Serienmörder Sture Bergwall

Schon zum achten Mal

Vermeintlicher Serienmörder freigesprochen

Stockholm - Ein als Serienmörder verurteilter Schwede ist nach mehreren Jahren endgültig entlastet worden. Die Staatsanwaltschaft ließ auch die letzte Anklage gegen den 63-Jährigen fallen.

Ein angeblicher Serienkiller ist in Schweden zum achten Mal freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft in Stockholm nahm die Anklage wegen Mordes an einem 17-jährigen Jungen zurück. "Es gab keinen technischen Beweis", sagte Staatsanwalt Håkan Nyman am Mittwoch.

Das ist die achte Mordanklage gegen den 63-jährigen Sture Bergwall, die zurückgenommen werden musste. Bergwall, der sich zwischenzeitlich auch Thomas Quick nannte, hatte der Polizei 33 Morde gestanden. Er bezichtigte sich selbst grausamer Taten, von Kannibalismus bis hin zur Zerstückelung von Leichen - inspiriert von Zeitungsartikeln über ungelöste Mordfälle.

"Heute ist ein Tag der Freude und ein Tag des Nachdenkens"

In acht Fällen waren seine Schilderungen so überzeugend, dass es zur Anklage und schließlich zur Verurteilung kam. Im Jahr 2006 widerrief Bergwall jedoch seine Geständnisse. Der Fall wurde zum größten Justizskandal Schwedens.

Seit 2010 wurden die Mordurteile nach und nach zurückgenommen. Im Februar entschied ein Gericht, auch die letzten drei Verfahren wieder aufzunehmen. Im letzten wurden nun am Mittwoch alle Anklagepunkte fallengelassen. Ein freier Mann ist Bergwall deshalb trotzdem nicht. Am Dienstag hatte ein schwedisches Gericht verfügt, Bergwall müsse weiter in psychiatrischer Obhut bleiben. Es bestehe immer noch das Risiko, dass er schwere Straftaten begehe. In seinem Blog schrieb Bergwall nach der Entscheidung des Gerichts am Mittwoch: "Heute ist ein Tag der Freude und ein Tag des Nachdenkens."

dpa/AFP

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