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Die Nordsee ist schon seit hunderten Jahren als tödliche Falle für Pottwale bekannt.

Wind und Hochwasser

Sturm verzögert Bergung der Pottwale aus dem Watt

Kaiser-Wilhelm-Koog - Eigentlich sollten die acht Pottwalkadaver am Dienstag geborgen werden. Wegen des anhaltenden Sturms und Hochwasser gestaltet sich Bergung allerdings schwierig. 

Die acht im Wattenmeer der Nordsee entdeckten Pottwalkadaver können frühestens am Mittwoch geborgen werden. „Wegen des starken Westwinds läuft das Wasser nicht wie sonst ab“, sagte der Leiter der Nationalparkverwaltung, Detlef Hansen, am Dienstag. „Deswegen kommen wir mit den landgängigen Fahrzeugen nicht dorthin.“ Am Mittwoch soll sich das Wetter beruhigen und erneut ein Bergungsversuch der neun bis zwölf Meter langen Jungbullen unternommen werden. Sie waren am Sonntagabend rund zwei Kilometer vor Kaiser-Wilhelm-Koog in Schleswig Holstein entdeckt worden. Für Bergungsschiffe ist der Wasserpegel am Fundort der Tiere zu flach.

Insgesamt sind damit in den vergangenen Wochen mindestens 25 Pottwale an den Nordseeküsten aufgetaucht: 14 in Deutschland, 6 in den Niederlanden und 5 in Großbritannien. Experten vermuten, dass sich die Meeressäuger auf ihren Wanderrouten verschwommen haben. Keines der Tiere hat überlebt. Die Nordsee ist für die Pottwale zu flach.

Wenn ein tonnenschwerer Pottwal schließlich strandet, kann das Gewicht seines Körpers die Blutgefäße und die Lunge abdrücken, so dass er an akutem Herz-Kreislauf-Versagen stirbt. Die Nordsee ist schon seit hunderten Jahren als tödliche Falle für Pottwale bekannt.

dpa

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