New York nach London 

Sturmtief Sabine: Der Orkan bringt Boeing 747 in Rekordzeit über Atlantik

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Sturmtief Sabine stoppt aktuell den Flugverkehr in Europa. Doch eine Boeing 747 ist dank des Orkantiefs in Rekordzeit von New York nach London geflogen.  

  • Ein Orkantief fegt über Europa und Deutschland.
  • Der heftige Sturm heißt Ciara in Großbritannien und in Deutschland sprechen wir von Sturmtief Sabine.
  • Eine britische Fluggesellschaft hat Dank der extremen Wetterlage wohl einen Rekord gebrochen. 

London - Die Flugzeit von New York nach London beträgt normalerweise mehr als sechs Stunden. Eine British Airways Maschine hat diese Strecke von 5500 Kilometern jetzt in einer Bestzeit zurückgelegt, nämlich in 4 Stunden 56 Minuten

Die Boeing 747-436 ist am Sonntagmorgen am Flughafen London-Heathrow gelandet, 80 Minuten früher als geplant. Experten halten diese Zeit für phänomenal und sprechen vom schnellsten Flug von New York nach London. Eine dramatische Szene gab es auch am Münchner Flughafen, wie Merkur.de* berichtet. 

Sturmtief Sabine: Unter fünf Stunden über den Atlantik 

Das Orkantief*, das wir hierzulande Sturmtief Sabine nennen, hat die Flugzeit unfassbar beschleunigt. Mit einem enormen Rückenwind ist das Flugzeug über den Atlantik geflogen und hat damit alle Rekorde gebrochen, wie das Portal Flightradar24 via Twitter mitteilt. Damit sei der Rekord von fünf Stunden und 13 Minuten der Fluggesellschaft Norwegian Air übertroffen worden. 

"Für uns ist die Sicherheit wichtiger als Geschwindigkeitsrekorde, aber unsere bestens ausgebildeten Piloten haben die Wetterbedingungen genutzt, um die Passagiere sehr viel früher als geplant nach London zu bringen", erklärte British Airways.

Während die Boeing 747-436 von dem Sturmtief ordentlich Aufwind bekam, legte „Sabine“ den Bahnverkehr am Montagvormittag fast komplett lahm. Der Fernverkehr wurde bundesweit eingestellt und auch der Regionalverkehr in Bayern kam weitgehend zum Erliegen*. Doch weder Bahn-Kunden, noch Flugzeugpassagiere müssen ihre Tickets deshalb verfallen lassen. Wie Pendler und Reisende Stornierungen, Umbuchungen und Rückerstattungen am besten abwickeln* lassen, lesen Sei bei Merkur.de*.

Viele Schulkinder können dem Orkantief allerdings vermutlich auch etwas Gutes abgewinnen. Denn in Bayern fiel der Unterricht am Montag flächendeckend aus, und auch in vielen anderen Regionen Deutschlands mussten die Schüler nicht zum Unterricht erscheinen*. Es gab jedoch an einigen Orten Notfall-Betreuungsprogramme, falls Eltern ihre Kinder nicht anders unterbringen konnten. 

Schneller war bislang nur die Concorde auf dieser Strecke unterwegs. Der Überschalljet schaffte diese Strecke 1996 in unter drei Stunden. Damals die schnellste Atlantiküberquerung in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Der Flugbetrieb der Concorde „Die Königin der Lüfte“ endete jedoch 2003.  

Sturmtief Sabine: Flugzeug erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 1.327 km/h

Der Britisch Airways Flieger hat Geschwindigkeiten von 1.327 km/h erreicht, berichtet die BBC. Ob die Maschine tatsächlich einen Rekord aufgestellt hat, müsse allerdings noch offiziell überprüft werden. Der Pilot habe demnach für sein Flugzeug den Jet-Stream genutzt, vermuten Experten. Der Jet-Stream könne jedoch um diese Jahreszeit besonders stark und turbulent sein. Ungefährlich sei das nicht. Am Sonntagmorgen erreichte der Jet-Stream nach BBC-Recherchen 418 km/h. 

Das britische Nachrichtenportal zitiert einen Sprecher von British Airways: „Sicherheit habe immer Vorrang“. Und weiter: „Unsere bestens ausgebildeten Piloten nutzen die Bedingungen, um unsere Passagiere rechtzeitig nach London zu bringen.“

Übrigens: Flüge, die in von London nach New York fliegen - also in die Gegenrichtung fliegen, dauern auf dieser Strecke immer zwei, bis zweieinhalb Stunden länger. 

Abgesehen davon wirbelt das Orkantief Sabine den Verkehr in der Luft und am Boden Deutschland durcheinander. Starke Winde sorgen oft für große Gefahren. Orkan, Sturm, Hurrikan, Tornado - alles über die gefährlichen Winde lesen sie hier*. Die Deutsche Bahn hat den Fernverkehr komplett eingestellt. Bahnreisende sind gestrandet, sitzen fest. Das Sturmtief erreicht seinen Höhepunkt erst in der Nacht auf Montag. Zahlreiche Schulen fallen am Montag in Deutschland* aus. In weiten Teilen Europas wütete das Sturmtief derart, dass Tausende ohne Strom blieben und auch Menschen ums Leben kamen.*

ml 

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Silas Stein

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