Sturmtief Ulli wütet: Lastwagen-Anhänger umgeweht

Berlin - Das erste Sturmtief des Jahres „Ulli“ ist in der Nacht zum Mittwoch über Deutschland hinweggefegt. Auf der Autobahn 61 bei Alzey in Rheinland-Pfalz hat "Ulli" sogar einen Lkw-Anhänger umgeweht.

Der unbeladene Anhänger wurde von einer Sturmbö erfasst und vom Lastwagen abgerissen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Anfrage sagte. Der Lastwagen fuhr den Angaben zufolge rund 150 Meter weiter in eine Leitplanke. Menschen wurden nicht verletzt. Die Autobahn war während der Bergungsarbeiten für drei Stunden gesperrt.

In Baden-Württemberg haben die Stürme vor allem im Schwarzwald Schäden angerichtet. Zahlreiche Bäume kippten um, ein Mann wurde in Haslach in seinem Auto von einer umgestürzten Tanne eingeklemmt, wie die Polizei im Ortenaukreis mitteilte. Er wurde schwer verletzt.

Sturmtief "Ulli" fegt über Deutschland

So wütet Sturmtief "Andrea" in Deutschland

Die A 5 zwischen Bruchsal und Karlsruhe musste kurz nach Mitternacht kurzzeitig in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden. Ein umgestürzter Baum lag auf der Fahrbahn, mehrere Äste sorgten für Behinderungen. Dem deutschen Wetterdienst in Stuttgart zufolge fegte der Sturm mit bis zu 133 Stundenkilometern über die Hochlagen des Südwestens hinweg.

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Auch im restlichen Deutschland bescherte das Sturmtief Polizei und Feuerwehren einige Einsätze. Am stärksten betroffen war der Norden Deutschlands. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes DWD wurden an der Nordseeküste auf der Insel Helgoland und in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 112 Stundenkilometer gemessen. Im Binnenland war es mit Windgeschwindigkeiten bis 104 km/h (Kiel und Schleswig) nur unwesentlich ruhiger, sagte Meteorologe Robert Hausen.

Im niedersächsischen Voltlage ist ein 19-Jähriger mit seinem Auto von einer Windböe erfasst worden und seitlich gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei Bersenbrück mit. Der junge Mann kam ins Krankenhaus, am Wagen entstand ein Totalschaden.

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In den Harzregionen Sachsen-Anhalts hatten die Beamten dank „Ulli“ mehr zu tun. Einige Straßen seien immer noch wegen umgestürzter Bäume gesperrt, sagte ein Sprecher der Polizei Magdeburg. Auf der Bundesstraße zwischen Wernigerode und Ilsenburg sei ein LKW-Anhänger umgestürzt, im Salzlandkreis sorgte ein gerissenes Stromkabel für einen Stromausfall. Verletzte habe es aber auch hier nicht gegeben.

Im nordrhein-westfälischen Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) mussten am Dienstagabend rund 290 Menschen aus einem Regionalzug befreit worden, nachdem ein umgestürzter Baum das Gleis versperrt und eine Weiterfahrt unmöglich gemacht hatte.

Der Deutsche Wetterdienst warnte am frühen Mittwochmorgen weiterhin vor Sturmböen und Gewittern an den deutschen Küsten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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