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Feuerinferno in Stuttgarter Busdepot: Explosionen in der Nacht - 20 Busse abgefackelt

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Großbrand in Stuttgart: Sechs Menschen sind verletzt worden, mindestens 20 Busse wurden zerstört. Im Nahverkehr kann es nun zu Störungen kommen.

Stuttgart - Eine 60 Meter hohe Rauchsäule stieg in den Himmel, über dem Osten der Stadt kreiste ein Polizeihubschrauber, Explosionen waren zu hören: Augenzeugen hatten gegen 20 Uhr vergangene Nacht einen Großbrand in Stuttgart (Baden-Württemberg) gemeldet.

Mehr als 210 Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten aus. Das Feuer war am Donnerstagabend in einem Busdepot der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ausgebrochen. Um 22 Uhr war der Brand unter Kontrolle, so die Polizei Stuttgart. Sechs Angestellte des Firmenbetriebes wurden verletzt, zwei von ihnen kamen mit dem Verdacht einer Rauchgasintoxikation zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. 

20 Busse sind komplett abgebrannt, vollständig zerstört. Die Explosionen, die im gesamten Stadtgebiet zu hören waren, stammte laut SWR von geplatzten Reifen. Welche Auswirkungen das Feuer auf den Busbetrieb in Stuttgart haben wird, ist zunächst noch unklar. Doch es kann im Nahverkehr zu Störungen kommen. Vereinzelt kommt es zu Ausfällen.

Stuttgart: Großbrand in Busdepot - Ursache unklar

Ob ein technischer Defekt zum Ausbruch des Brandes geführt habe oder Brandstiftung, müsse noch ermittelt werden. Anzeichen für eine vorsätzliche Tat gab es der Polizei zufolge jedoch nicht. In dem Busdepot waren zahlreiche Hybridbusse untergebracht, darunter auch ein Elektrobus. In den Netzwerken häuften sich Spekulationen über die Brandursache. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf knapp 10 Millionen Euro. Die Halle des Busdepots ist einsturzgefährdet.

Flammeninferno in Busbahnhof: Feuer ist in einem Bus-Depot in Stuttgart(Baden-Württemberg) am Donnerstagabende ausgebrochen.
Flammeninferno in Busbahnhof: Feuer ist in einem Bus-Depot in Stuttgart(Baden-Württemberg) am Donnerstagabende ausgebrochen. © Andreas Rosar/dpa

Feuer im Busdepot - Riesige Rauchsäule über der Stadt

Der Großbrand hielt auch Anwohner des Industriegeländes im Stadtteil Gaisburg in Atem. Diese waren dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Klima- und Lüftungsanlagen auszuschalten und das betroffene Gebiet zu meiden. Am frühen Freitagmorgen wurde die Warnung wieder aufgehoben.

Ob der Brand Auswirkungen auf den Busbetrieb haben werde, sei noch unklar, teilte ein SSB-Sprecher am Freitagmorgen mit. Zuvor hatte der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart mitgeteilt, dass auf SSB-Buslinien zu Betriebsbeginn mit Beeinträchtigungen zu rechnen sei. (dpa,ml)

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