+
Der Helikopter stürzte auf einen Pup.

Glasgow: Suche nach Absturz-Opfern beendet

London/Glasgow - Nach dem Absturz eines Polizeihubschraubers in Glasgow mit neun Todesopfern haben die Suchmannschaften ihre Arbeit beendet.

Es seien keine weitere Leichen in dem Musiklokal gefunden worden, in dessen Dach am Freitagabend der Hubschrauber gestürzt war, sagte die stellvertretende schottische Polizeichefin Rose Fitzpatrick am späten Montagabend in Glasgow.

Bei dem Unglück waren neun Menschen ums Leben gekommen, darunter die drei Mann Besatzung des Polizeihelikopters sowie sechs Gäste des mit 120 Menschen gefüllten Pubs „The Clutha Vaults“. Elf Menschen wurden am Dienstag noch in Krankenhäusern behandelt, drei davon auf der Intensivstation. Alle neun Toten sind identifiziert und ihre Namen veröffentlicht.

„Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden aller, die gestorben sind“, erklärte Fitzpatrick. Sie betonte erneut, dass die Bergungsarbeiten extrem schwierig gewesen seien. Erst am Montag konnten die Retter das Wrack des Hubschraubers aus dem zerstörten Gebäude heben. Die Befürchtung, dass darunter weitere Leichen gefunden werden könnten, bestätigte sich nicht.

Die Untersuchungen zur Ursache gingen nun weiter, sagte Fitzpatrick. Die Polizei rief Augenzeugen auf, relevantes Material wie Handyfotos an die Ermittler zu schicken. Experten des auf Flugzeugunfälle spezialisierten Arms des Verkehrsministeriums Air Accident Investigation Branch (AAIB) untersuchen das Wrack am Flughafen im englischen Farnborough.

Bilder vom Unglücksort

Hubschrauber stürzt in gut besuchten Pub

Am Montag war bekanntgeworden, dass der Pilot des drei Tonnen schweren Hubschraubers vom Eurocopter EC 135 T2 keinen Hilferuf abgegeben hatte. Auch war den Erkenntnissen zufolge kein Teil des Hubschraubers, wie etwa ein Rotorenblatt, vorher abgefallen. In der Nähe der Unglücksstelle legten Menschen weiter Blumen nieder und gedachten der Toten und Verletzten.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sturmtief „Friederike“: Mehr als 60.000 Menschen haben noch immer kein Strom
Bisher drei Tote, der Fernverkehr der Bahn bundesweit eingestellt. Schuld ist das zum Orkan hochgestufte Sturmtief „Friederike“. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Sturmtief „Friederike“: Mehr als 60.000 Menschen haben noch immer kein Strom
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Genf (dpa) - Das Jahr 2017 war nach Angaben mehrerer Klima-Institutionen unter den drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei habe es diesmal nicht wie in den …
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen Salmonellen hat die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer eine Charge Teewurst zurückgerufen.
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
“Schleifer von Hameln“: So geht es dem Opfer heute
Es war eine grausige Tat, die ganz Deutschland erschütterte:  Im November 2016 bindet Nurretin B. seine Ex-Frau Kader K. mit einem Seil an sein Auto und schleift sie …
“Schleifer von Hameln“: So geht es dem Opfer heute

Kommentare