1. Startseite
  2. Welt

Suche nach Sarkawi in Samarra

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

- Bagdad - Amerikanische Truppen und irakische Sicherheitskräfte suchen in der Umgebung der Stadt Samarra seit Samstag nach dem jordanischen Top-Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi. Wie das Staatsfernsehen am Sonntag berichtete, wurden rund um die nordirakische Stadt bereits 15 von 250 dort vermuteten Extremisten gefangen genommen. Der US-Sender CNN strahlte indes Bilder aus, die Sarkawi in jüngster Zeit zeigen sollen.

Wo und unter welchen Umständen die Porträtaufnahmen entstanden, die einen lächelnden Mann mit fülligem Gesicht zeigen, sagte der Sender nicht. Die USA haben auf Sarkawi ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Eineinhalb Monate nach den Wahlen im Irak sollen die 275 Abgeordneten der neuen Nationalversammlung am 16. März zur konstituierenden Sitzung zusammentreten. Das kündigte der stellvertretende Ministerpräsident der Übergangsregierung, Barham Saleh, an. Die erste Sitzung hatte sich verzögert, weil sich die Wahlsieger nicht auf die Besetzung der Spitzenpositionen in der künftigen Regierung hatten einigen können. Inzwischen soll es aber eine Einigung zwischen der Schiiten-Liste, die eine absolute Mehrheit der Sitze errang, und den Kurden geben, die bei den Wahlen am 30. Januar Platz Zwei belegt hatten.

Mohsen Abdel Hamid, der Vorsitzende der sunnitischen Islamischen Partei, die den Urnengang boykottiert hatte, sagte am Sonntag in einem dpa-Gespräch in Bagdad: "Wir werden uns an dieser Regierung nicht beteiligen." Seine Partei sei aber bereit, an der Ausarbeitung der Verfassung mitzuwirken. Die Wahlsieger hatten mehrfach erklärt, auch die Sunniten, die wegen der schlechten Sicherheitslage und aus Protest gegen die Militärkampagnen der US-Armee mehrheitlich nicht zur Wahl gegangen waren, sollten an der Regierung beteiligt werden.

Aufständische töteten im Irak seit Freitag fünf ausländische und fünf irakische Soldaten. Bei Gefechten mit Aufständischen in der Provinz Anbar starben vier US-Soldaten. Ein bulgarischer Soldat kam bei einem Angriff auf eine Patrouille bei Diwanija ums Leben. In Latifija südlich von Bagdad starb am Samstag ein Mann, als eine Mörsergranate das Haus seiner Familie traf. Am Sonntag gab der stellvertretende Chef der höchsten Polizeibehörde, Ghasi Ali Chodeir, in Bagdad seinen Rücktritt bekannt. Offiziell wurde kein Grund für den Rücktritt genannt. Arabische TV-Sender berichteten, Extremisten hätten einen Sohn Chodeirs entführt und mit dessen Ermordung gedroht.

Auch interessant

Kommentare