Das U-Boot "ARA San Juan" auf einem undatiertes Archivfoto in Bahia Blanca.
1 von 6
Das U-Boot "ARA San Juan" auf einem undatiertes Archivfoto in Bahia Blanca.
Marinesprecher Enrique Balbi: "Unsere Sorge um die Sauerstoffreserve an Bord steigt an". Foto: Claudio Santisteban
2 von 6
Marinesprecher Enrique Balbi: "Unsere Sorge um die Sauerstoffreserve an Bord steigt an". Foto: Claudio Santisteban
Anteilnahme am Marinestützpunkt in Mar del Plata bei Buenos Aires. Foto: Vicente Robles
3 von 6
Anteilnahme am Marinestützpunkt in Mar del Plata bei Buenos Aires. Foto: Vicente Robles
Der argentinischen Zerstörer "Sarandi" verlässt die Marinebasis in Mar del Plata. Nach dem Verschwinden von U-Boot "ARA San Juan" ist eine internationale Suchaktion angelaufen. Foto: Marina Devo
4 von 6
Der argentinischen Zerstörer "Sarandi" verlässt die Marinebasis in Mar del Plata. Nach dem Verschwinden von U-Boot "ARA San Juan" ist eine internationale Suchaktion angelaufen. Foto: Marina Devo
Der Schleppdampfer "Skandi Patagonia" aus Norwegen vor dem Sucheinsatz im Hafen von Comodoro Rivadavia im Süden Argentiniens. Footo: Gustavo Paz Foto: Gustavo Paz
5 von 6
Der Schleppdampfer "Skandi Patagonia" aus Norwegen vor dem Sucheinsatz im Hafen von Comodoro Rivadavia im Süden Argentiniens. Footo: Gustavo Paz Foto: Gustavo Paz
Ein Mitglied des US-Unterwasser- Rettungskommandos (URC) bereitet im Hafen von Comodoro Rivadavia den Sucheinsatz vor. Foto: Gustavo Paz
6 von 6
Ein Mitglied des US-Unterwasser- Rettungskommandos (URC) bereitet im Hafen von Comodoro Rivadavia den Sucheinsatz vor. Foto: Gustavo Paz

Wo ist die "ARA San Juan"?

Argentinische Marine: "Keine Spur des verschollenen U-Boots"

Seit einer Woche ist jeder Kontakt zur "ARA San Juan" abgerissen. Etwa so lange reicht der Sauerstoff an Bord des U-Bootes aus, wenn es nicht auftauchen kann. Eine groß angelegte internationale Suchaktion bleibt bislang erfolglos.

Buenos Aires - Der internationale Rettungseinsatz für das im Südatlantik verschollene argentinische U-Boot "ARA San Juan" ist zu einem dramatischen Rennen gegen die Zeit geworden.

Trotz des Aufgebots von 14 Schiffen und zehn Flugzeugen aus mehreren Ländern haben sich bislang alle Hinweise auf den Verbleib des seit einer Woche vermissten U-Boots als falsche Spuren erwiesen. "Es hat keinen Kontakt mit dem U-Boot gegeben", erklärte Marinesprecher Enrique Balbi in Buenos Aires.

Während der Nacht zum Mittwoch hatten lokale Medien über eine Radaraufnahme berichtet, die auf ein metallenes Objekt in 70 Metern Tiefe auf der vorgesehenen Route des U-Boots hinwies. Nach gründlicher Absuche der Zone sei ausgeschlossen worden, dass es sich um die "ARA San Juan" handelte, sagte Balbi.

"Am siebten Tag der Suche stehen wir in einer kritischen Phase", sagte der Marinesprecher. Die Sauerstoffreserven des U-Boots reichten für sieben Tage aus, wenn es nicht auftauchen und über den Schnorchel die Luft an Bord erneuern konnte. Es sei aber ungewiss, ob dies geschehen sei. Nach dpa-Informationen haben Boote dieses Typs je nach Situation für mindestens sieben Tage Sauerstoff.

Der Kapitän des U-Boots hatte bei der letzten Funkverbindung am 15. November gemeldet, dass es eine Batteriepanne an Bord gegeben habe. Sie sei aber behoben worden, hieß es nach Angaben der Marine. Die Zeitung "La Nación" berichtete unter Berufung auf Marinequellen, es habe sich ein Kurzschluss ereignet, als Wasser bei hohem Wellengang über den Schnorchel in das U-Boot gelangte.

Ein norwegisches Schiff mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug (ROV) und weiterer Ausstattung der US-Navy zur Tiefseebergung an Bord soll in Kürze in die Gegend gelangen, in der das verschollene U-Boot vermutet wird. Ein weiteres Schiff soll mit einem Mini-U-Boot an Bord folgen, das ebenfalls von der US-Marine für eventuelle Bergungsversuche am Meeresgrund eingesetzt werden soll.

In der patagonischen Hafenstadt Comodoro Rivadavia wurde das regionale Krankenhaus auf Anforderung der argentinischen Kriegsmarine in Bereitschaft versetzt. Alle geplanten Operationen wurden verschoben und vier Säle frei gehalten, um die Besatzungsmitglieder des U-Boots gegebenenfalls einliefern zu können.

Die "ARA San Juan", ein U-Boot des Typs TR 1700, wurde von den damals dem Thyssen-Konzern gehörenden Nordseewerken in Emden gebaut und 1985 der argentinischen Kriegsmarine übergeben. "Unsere Gedanken gelten nun der Besatzung und ihren Familien. Wir hoffen inständig, dass das U-Boot zügig gefunden wird", erklärte ein Werftsprecher der Deutschen Presse-Agentur.

dpa

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Tödliche Panik - Jugendliche sterben in italienischer Disko
Für einige von ihnen war es womöglich das erste Konzert ihres Lebens. Und es sollte eine Party werden. Doch ein Abend in einer Disco in Italien endet mit einer …
Tödliche Panik - Jugendliche sterben in italienischer Disko
China verbietet Wissenschaftler He weitere Genomforschung
Dem Genomforscher He Jiankui bläst der Wind ins Gesicht. Forscherkollegen sind über die Geburt der ersten genmanipulierten Babys entsetzt, Behörden gehen auf Distanz. …
China verbietet Wissenschaftler He weitere Genomforschung
Forscher He verteidigt Gen-Experimente an Babys
Der Forscher He Jiankui hat nach eigenen Angaben die Genome von Zwillingen manipuliert. Auf einem Kongress in Hongkong schlägt ihm Empörung entgegen. Doch von Reue zeigt …
Forscher He verteidigt Gen-Experimente an Babys
Nasa-Roboter "InSight" sicher auf dem Mars gelandet
Jubel und Freudentränen bei der Nasa: Nach dem Rover "Curiosity" 2012 ist nun auch der Roboter "InSight" erfolgreich auf dem Mars gelandet. Mit an Bord ist ein deutscher …
Nasa-Roboter "InSight" sicher auf dem Mars gelandet