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Corona-Variante erreicht Europa: Spanien beschließt harten Schritt - G7-Blitztreffen mit Spahn kommt

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Die neue Coronavirus-Variante Omikron ist in Europa angekommen. Israel schließt erneut seine Grenzen. Spanien beschließt harten Schritt und Südafrika setzt auf eine Impfpflicht. News aus dem Ausland.

Update vom 28. November, 21.23 Uhr: Zur Besprechung der dramatischen Corona-Lage hat London die G7-Gesundheitsminister zu einer Sitzung am Montag (30. November) einberufen. Die Minister von Deutschland, Frankreich, Kanada, Italien, Japan und den USA sollen den Umgang mit der neuen Virus-Variante Omikron besprechen.

Coronavirus: Nach Entdeckung der Omikron-Variante verschärft Südafrika seine Corona-Regeln

Update vom 28. November, 20.28 Uhr: Südafrika steht gerade im Fokus der ganzen Welt. Hier wurde am Donnerstag (25.11.) die neue Corona-Virus-Variante Omikron entdeckt. Jetzt reagiert Präsident Cyril Ramaphosa auf die steigenden Infektionszahlen. In einer Rede im Fernsehen stellt er eine Impfpflicht für bestimmte Bereiche in Aussicht, welche Bereiche das sind, würde noch bestimmt werden. Die bisher geltende niedrige Alarmstufe bleibe allerdings weiterhin bestehen.

Run 41 Prozent der 60 Millionen Südafrikaner und Südafrikanerinnen seien bislang geimpft. Hier fordert Ramaphosa stärkere Anstrengungen. Zugleich kritisierte e die Reisebeschränkungen zahlreicher Staaten gegen die Länder des südlichen Afrikas als ungerechtfertigt. „Diese Beschränkungen sind eine unfaire Diskriminierung unseres Landes und unserer Schwesterstaaten“, erklärte Ramaphosa.

Corona: Spanien beschließt wegen Omikron harten Schritt

Update vom 28. November, 19.31 Uhr: Auch Spanien reagiert auf die Omikron-Virusvariante. Ab Mittwoch dürfen aus Großbritannien nur noch vollständige Geimpfte in das Land einreisen. Dies geht aus einer Veröffentlichung des Innenministeriums hervor. Bislang konnten auch noch Genesene und Getestete einreisen. „Das Auftreten neuer Varianten des Erregers der Krankheit
zwingt in diesen Zeiten zu verschärften Reisebeschränkungen“, heißt es in dem Papier. Harte Neuigkeiten für die Tourismus-Branche: Etwa 20 Prozent der Touristen in Spanien kommen aus Großbritannien, da die Impfquote dort etwa bei 70 Prozent liegt, wird ein Teil des Geschäfts einbrechen.

Reisende aus den afrikanischen Ländern Südafrika, Botsuana, Swasiland, Lesotho, Mosambik, Namibia und Simbabwe müssen vollständig geimpft sein und zusätzlich ein negatives Testergebnis vorlegen.

Update vom 28. November, 18.30 Uhr: Viele Länder haben bereits auf die Ausbreitung der Omikron-Variante reagiert, stoppen Einreisen aus Südafrika und schließen ihre Grenzen. Nun richtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Appell an die Welt. Reisebeschränkungen griffen die globale Solidarität an, so Matshidiso Moeti, Afrika-Direktorin der WHO in Brazzaville (Kongo). Einreiseverbote gegen Menschen aus südlich afrikanischen Ländern hätten gezeigt, dass die Pandemie Gräben zwischen Staaten „ausnutze“. Moeti fordert gemeinsame Lösungen.

Die WHO lobt die südafrikanische und botswanische Regierung für „Geschwindigkeit und Transparenz“ in Bezug auf Informationen rund um Omikron. Nach Angaben der WHO verfüge Südafrika über eines der fortschrittlichsten Systeme am Kontinent zur Erfassung und Sequenzierung von Viren.

Corona-Variante Omikron: Israel will Handy-Überwachung zur Eindämmung

Update vom 28. November, 16.25 Uhr: Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet überwacht von nun an wieder die Handys von Infizierten mit der Omikron-Variante und deren Kontakte. Die Regierung rund um Ministerpräsident Naftali Bennett stimmt dem Einsatz der Technologie zu. „Ziel des Einsatzes ist es, Infizierte ausfindig zu machen, und so die Ansteckungskette zu unterbrechen“, heißt es in einer Pressemitteilung aus Bennetts Büro. Vorerst solle die Überwachung nur bis zum 2. Dezember durchgeführt werden. Erst am Morgen gab Israel bekannt, erneut seine Grenzen zu schließen.

Update vom 28. November, 14.28 Uhr: Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus sind nun auch in Dänemark bekannt geworden. Das staatliche Gesundheitsinstitut SSI bestätigte zwei Fälle, die zuvor als Verdachtsfälle eingestuft worden waren. Die beiden Infizierten seien mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist und mittlerweile in Quarantäne. Auch deren enge Kontakte sollten sich in die Isolation begeben. Der Direktor des Instituts, Henrik Ullum, sagte, man wolle die weitreichende Ausbreitung der Variante verlangsamen, um möglichst viele Menschen vorher zu impfen.

13 Omikron-Infektionen in den Niederlanden

Update vom 28. November, 13.48 Uhr: Die Niederlande melden jetzt 13 Omikron-Fälle bei Südafrika-Rückkehrern. Die Infizierten sind am Flughafen Amsterdam positiv auf Corona getestet worden. Weitere Fälle mit der neuen Corona-Variante seien möglich, teilten die niederländischen Gesundheitsbehörden am Sonntag mit. Von 600 Südafrika-Rückkehrern waren zuvor 61 positiv auf Corona getestet worden. Indes hat sich auch in Deutschland ein Omikron-Verdachtsfall in Hessen bestätigt.

Update vom 28. November, 9.45 Uhr: Die neue Coronavirus-Variante Omikron versetzt die Welt in Alarmbereitschaft. In Europa häufen sich die Corona-Fälle mit der erstmals in Südafrika entdeckten Variante B.1.1.529.

In Bayern bestätigten die Behörden am Samstagabend zwei Fälle bei Reiserückkehrern aus Südafrika. Die Infizierten waren am Mittwoch über den Flughafen München eingereist und befinden sich nach einem positiven PCR-Test in häuslicher Isolation.

Israel schließt wegen Omikron-Variante erneut seine Grenzen

Update vom 28. November, 8.12 Uhr: Israel schließt wegen Omikron-Variante seine Grenzen. „Die Einreise für ausländische Staatsbürger nach Israel wird untersagt, mit Ausnahme von Fällen, die von einem Sonderkomitee genehmigt werden“, teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett mit. Die Regierung muss der vom Coronakabinett beschlossenen Maßnahme noch zustimmen. In Israel wurde bislang ein Fall der neuen Virusvariante Omikron bestätigt.

Geimpfte israelische Staatsbürger dürfen demnach weiterhin einreisen, müssen aber einen PCR-Test vorlegen und sich für drei Tage in Quarantäne begeben. Ungeimpfte Israelis müssen für sieben Tage in Quarantäne. Israel hatte seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie mehr als anderthalb Jahre lang geschlossen und diese erst Anfang November wieder für geimpfte Reisende geöffnet.

Italien meldet ersten Infektionsfall mit Omikron-Variante

Update vom 27. November, 20.46 Uhr: Nun wird auch aus Italien die erste festgestellte Infektion mit der neuartigen Coronavirus-Mutation Omikron übermittelt. Die entsprechende Probe sei in einem Mailänder Labor festgestellt worden, es handele sich um einen Tourist, der das Land mittels eines Fluges aus dem afrikanischen Mosambik bereist habe. Wie Tagesschau.de schildert, befinde sich der Patient mit positivem Befund in einer guten körperlichen Verfassung.

Coronamodelle und Stempel mit B1.1.529 Coronamodelle und Stempel mit B1.1.529, 26.11.2021, Borkwalde, Brandenburg, Zwis
Omikron.jpg © Sascha Steinach via www.imago-images.de

Neue Corona-Variante Omikron breitet sich aus - Auch in Großbritannien

Update vom 27. November, 17.52 Uhr: Nach Belgien hat auch Großbritannien erste Infektionen mit der neuen Corona-Variante Omikron gemeldet. Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, es seien zwei miteinander in Verbindung stehende Fälle entdeckt worden, bei denen es einen Zusammenhang mit einer Reise ins südliche Afrika gebe. Zudem kündigte er an, vier weitere afrikanische Staaten auf die Liste mit Reisebeschränkungen zu setzen.

Die Regierung des Landes mit den meisten Corona-Toten des Kontinents habe „rasch“ gehandelt, erklärte Javid. Ein Fall wurde laut den Gesundheitsbehörden in der mittelenglischen Stadt Nottingham, der andere in Chelmsford östlich der Hauptstadt London entdeckt worden. Die Betroffenen seien in Isolation, die Kontaktnachverfolgung dauere an, sagte Javid.

Corona: Neue Variante auch in Europa - Unklarheit bezüglich Impfschutz

Großbritannien hatte am Freitag bereits Reisebeschränkungen für Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Simbabwe und Botsuana verhängt. Ab Sonntagfrüh sind nun auch Einreisen aus Malawi, Mosambik, Sambia und Angola betroffen. Die britische Regierung war zu Beginn der Pandemie heftig für ihre Reise- und Quarantänepolitik kritisiert worden, als sie die Grenzen für ausländische Reisende offen hielt, während die Infektionsraten in die Höhe schnellten.

Die neue Variante, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO als „besorgniserregend“ eingestuft wird, war am Donnerstag in Südafrika erstmals weltweit gemeldet worden. Die Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern wegen der ungewöhnlich vielen Mutationen noch ansteckender als die derzeit grassierende Delta-Variante sein und die Impfstoffe weniger wirksam machen.

Update vom 27. November, 09.45 Uhr: Die neue Virus-Mutation, Omikron genannt, sorgt für eine schlechte Nachricht nach der anderen. Wie die Auswertung zweier PCR-Test in Hongkong ergeben habe, wiesen die bestätigten Omikron-Infizierten eine erhöhte Viruslast auf, so die Nachrichtenagentur dpa. Demnach sei der Ct-Wert der beiden betroffenen Männer „wahnsinnig hoch“, so der Epidemiologie Eric Feigl-Ding. Es sehe daher so aus, als als ob die Variante dem Impfschutz tatsächlich entgehen
könnte.

Omikron sei von einem Reisenden aus Südafrika eingeschleppt worden, so die Hongkonger Regierung. Seit seiner Ankunft am 11. November habe er sich in einem Quarantäne-Hotel befunden. Trotz der strengen Isolation habe er jedoch vermutlich einen 60-Jährigen im gegenüberliegenden Zimmer angesteckt. Grund dafür dürfte sein, dass der aus Südafrika eingereiste Mann seinen Mundschutz nicht ordentlich getragen habe, als er beim Entgegennehmen von Essen seine Hoteltür geöffnet habe.

Corona-Variante aus Südafrika: WHO stuft B.1.1.529 als „besorgniserregend“ ein

Update vom 26. November, 19.16 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die neue Corona-Variante B.1.1.529 als „besorgniserregend“ eingestuft. Das teilte die UN-Behörde am Freitag nach Beratungen mit Experten mit. Diese Klassifizierung ist laut WHO-Definition ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Außerdem besteht bei „besorgniserregenden Varianten“ die Gefahr, dass herkömmliche Impfungen, Medikamente oder Corona-Maßnahmen weniger wirksam sind.

Diese nun Omikron genannte Variante weise eine große Anzahl Mutationen auf, von denen einige besorgniserregend seien, hieß es. Vorläufige Hinweise deuteten auf ein erhöhtes Risiko einer Reinfektion bei dieser Variante im Vergleich zu anderen besorgniserregenden Varianten, zu denen auch die derzeit vorherrschende Delta-Variante zählt.

Die neue Corona-Mutation „Delta Plus“ wurde auch in Deutschland nachgewiesen. (Symbolfoto)
Die neue Corona-Mutation wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „besorgniserregend“ eingestuft. © Michael Bihlmayer/Imago

Laut WHO wurde B.1.1.529 in Südafrika mittels genetischer Analyse entdeckt, die vom 9. November stammt. Insgesamt ist die Variante bislang weniger als 100 Mal genetisch nachgewiesen worden. Sie weist viele Mutationen auf, die aus Sicht von Wissenschaftlern möglicherweise zu einer leichteren Übertragung führen können. Nach Angaben der WHO wird es jedoch noch Wochen dauern, bis klar wird, welche genauen Auswirkungen die Mutationen haben.

Neue Mutation beinhaltet Alpha, Beta, Gamma und Delta

Bislang hatte die internationale Gesundheitsbehörde vier „besorgniserregende Varianten“ („variants of concern“) identifiziert: Alpha, Beta, Gamma, sowie Delta, die wegen ihrer hohen Übertragbarkeit zur vierten Pandemie-Welle beigetragen hat. Zusätzlich sind zwei „Varianten unter Beobachtung“ („variants of interest“) gelistet, die um den vorigen Jahreswechsel in Südamerika aufgetreten waren.

Corona-Variante aus Südafrika in Europa angekommen: Erster Fall aus deutschem Nachbarland bekannt

Update vom 26. November, 14.18 Uhr: Die Coronavirus-Variante B.1.1.529 ist in Europa angekommen. Belgien hat einen ersten Fall mit der neuen, zunächst im südlichen Afrika festgestellten Corona-Variante B.1.1.529 registriert. Das gab der belgische Gesundheitsminister Frank Vandenbroucke bei einer Pressekonferenz am Freitag bekannt. Der belgische Premierminister Alexander De Croo kündigte zudem Reisebeschränkungen für Einreisende aus Ländern im südlichen Afrika an . Es sei Vorsicht erforderlich, aber keine Panik, sagte Vandenbroucke.

Gleichzeitig führt Belgien wieder strengere Regeln für private Feiern, in der Gastwirtschaft und im Nachtleben ein. „Die Situation
heute ist schlimmer als alle Szenarien, die uns die Experten vorgerechnet hatten“, sagte De Croo.

Update vom 26. November, 13.38 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät von Reisebeschränkungen wegen der in Südafrika nachgewiesenen neuen Coronavirusvariante vorerst ab. Die WHO empfehle den Ländern, „weiterhin eine risikobasierte und wissenschaftliche Herangehensweise bei der Verhängung von Reisebeschränkungen anzuwenden“, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier am Freitag auf einer regulären Pressekonferenz in Genf, berichtet die Nachrichtenagentur afp. „Vor der Verhängung von Reisebeschränkungen wird gewarnt“, fügte er hinzu.

Nach den Worten des WHO-Sprechers wird es „einige Wochen“ dauern, bis Wissenschaftler die Auswirkungen der in Südafrika entdeckten neuen Variante B.1.1.529 verstehen können. „Forscher arbeiten daran, mehr über die Mutationen zu erfahren und darüber, wie ansteckend und gefährlich diese Variante ist“.

„Besorgniserregende Variante“ - WHO prüft Coronavirus-Variante B.1.1.529

Update vom 26. November, 11.13 Uhr: Die WHO untersucht bereits, ob die neue Coronavirus-Variante B.1.1.529 als besorgniserregend eingestuft werden muss. Das sagte WHO-Expertin Maria van Kerkhove in einem Briefing. Es werde dabei auch untersucht, inwieweit die Variante Folgen für die Diagnostik, Therapien und die Impfkampagnen habe.

Derzeit listet die WHO vier besorgniserregende Varianten (engl. Variants of Concerns) - kurz VOC auf: Alpha, Beta, Gamma und Delta. Als Corona-Varianten von Interesse (engl.: „Variants of Interest) - kurz VOI - stehen derzeit zwei unter Beobachtung: Lambda und Mu (alternativ My). Es gilt als ziemlich sicher, dass die WHO der neuen Variante einen Buchstaben aus dem griechischen Alphabet zuweist - es wäre wohl „Ny“.

Laut der Definition der WHO sind „besorgniserregende Varianten“ leichter übertragbar oder führen zu schwereren Verläufen der Atemwegserkrankung Covid-19. Außerdem können sie die Wirksamkeit von Impfstoffen, Medikamenten, Virustests oder Corona-Maßnahmen herabsetzen.

Experte: Impfungen „fast sicher“ weniger effektiv gegen B.1.1.529

Namen sind eine Sache - doch eine Frage scheint momentan viel wichtiger: Wirken die Impfstoffe gegen die neue Variante B.1.1.529? Britische Experten sind sich „fast sicher“, dass die derzeitig verfügbaren Corona-Impfstoff weniger effektiv gegen die in Südafrika entdeckte neue Variante sind. Das sagte James Naismith, Professor für Strukturbiologie an der Universität Oxford, in der Radiosendung BBC 4 Today am Freitag. Ob die Variante auch leichter übertragbar sei, könne anhand der vorliegenden Daten bislang noch nicht mit Sicherheit gesagt werden. „Wir vermuten das und es gibt einige frühe Daten“, fuhr Naismith fort. Sollte sich eine leichtere Übertragbarkeit bestätigen, sei es unvermeidlich, dass die Variante auch nach Großbritannien gelange, so der Experte weiter. 

Niederlande verhängt Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika

Update vom 25. November, 11.07 Uhr: Ein weiteres EU-Land reagiert auf die neue Virus-Variante. Die Niederlande verhängt jetzt ein Landeverbot für Flüge aus dem südlichen Afrika. Dieses gelte ab Freitag, 12.00 Uhr, teilte die Regierung in Den Haag mit, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Außerdem würden Südafrika sowie weitere betroffene Länder der Region zu Hochrisikogebieten erklärt. Passagiere, die aus der Region nun noch unterwegs sind, müssten sich nach Ankunft auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol testen lassen und anschließend in Quarantäne begeben. 

Corona-Variante: Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika

Update vom 25. November, 10.28 Uhr: Lufthansa fliegt vorerst weiter nach Südafrika. „Wir setzen die Vorgaben um und werden weiter fliegen, auch um Menschen nach Hause zu bringen und Fracht zu transportieren“, sagte ein Lufthansasprecher am Freitagmorgen auf dpa-Anfrage. Lufthansa beobachte die Lage intensiv und halte sich an alle gesetzlichen Auflagen und Regeln. 

Südafrika wird heute Nacht zum Virusvariantengebiet erklärt

Update vom 25. November, 10.20 Uhr: „Das letzte, was uns jetzt noch fehlt, ist eine eingeschleppte neue Variante, die noch mehr Probleme macht“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn zur neuen Coronavirus-Variante in Südafrika auf der Pressekonferenz in Berlin. Spahn bittet Reisende verantwortlich zu handeln. Auch Personen, die heute oder vor drei Tagen aus Südafrika eingereist sind, sollten einen PCR-Test machen. Er weist darauf hin, dass die 14-tägige Quarantäne-Pflicht für Einreisende rechtlich erst ab heute Nacht in Kraft tritt (siehe Update vom 8.59 Uhr).

Italien schränkt Einreise wegen Corona-Variante B.1.1.529 ein

Update vom 25. November, 10.07 Uhr: Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hat wegen der Coronavirus-Variante B.1.1.529 per Anordnung die Einreise aus mehreren südafrikanischen Ländern eingeschränkt. Wer in den vergangenen 14 Tagen in Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gewesen sei, könne nicht nach Italien einreisen, teilte sein Ministerium am Freitag mit. Italienische Wissenschaftler arbeiteten daran, die Variante zu untersuchen. In der Zwischenzeit gilt laut Speranza „maximale Vorsicht“. 

Corona-Variante B.1.1.529: Österreich verhängt Einreisestopp

Update vom 25. November, 9.51 Uhr: Auch Österreich verhängt einen Einreisestopp wegen der neuen Corona-Variante verhängen. Die Länder Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini werden als Virusvariantengebiete eingestuft, hieß es am Freitag aus dem Gesundheitsministerium, wie das ORF berichtet. Die Einreiseverordnung werde entsprechend angepasst. Nur noch österreichische Staatsbürger dürften in ihre Heimat zurückkehren. Für sie gelten besonders strenge Quarantäneregeln - wie zehntägige Quarantäne, PCR-Test bei der Einreise und Registrierung.

Update vom 25. November, 9.36 Uhr: Wegen der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise gefährlicheren Coronavirus-Variante will die EU-Kommission Reisen aus dem südlichen Afrika in die EU auf ein absolutes Minimum beschränken. Die Brüsseler Behörde werde den EU-Staaten vorschlagen, die dafür vorgesehene Notbremse auszulösen um den Luftverkehr auszusetzen, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. 

Neue Corona-Variante aus Südafrika: Auch Deutschland schränkt jetzt Reiseverkehr massiv ein

Update vom 25. November, 8.59 Uhr: Die Bundesregierung schränkt jetzt den Flugverkehr aus Südafrika wegen der neuen Corona-Variante B.1.1.529 ein. „In der Folge dürfen Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern.“ Zudem müssten alle Eingereisten für 14 Tage in Quarantäne - auch wenn sie vollständig geimpft sind. Die Entscheidung ist keine Überraschung. Der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun hatte zuvor mit einer raschen Entscheidung zur Aussetzung des Flugverkehrs gerechnet.

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht (Freitag) in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit. Gegebenenfalls seien auch Nachbarländer Südafrikas betroffen.

Corona-Mutation aus Südafrika sorgt für Unruhe - Erste Nationen schränken Reiseverkehr erheblich ein

Erstmeldung vom 25. November 2021: Berlin - Während die Corona-Pandemie und die Delta-Mutation aktuell vielerorts in Europa und auch in Deutschland für steigende Zahlen sorgen, sorgt die Entdeckung einer neuen Corona-Variante in Südafrika international für Unruhe. Gleich zwei Länder verkündeten angesichts der aktuellen Entwicklungen vom Donnerstag eine vorübergehende Einstellung des Reiseverkehrs mit sechs afrikanischen Ländern. Erste Erkenntnisse hätten gezeigt, dass Impfstoffe möglicherweise weniger wirksam gegen die neue Corona-Mutation seien.

Neue Corona-Mutation sorgt international für Unruhe - Erste Länder schränken Reiseverkehr mit sechs Ländern ein

Die WHO erklärte bereits am Donnerstag, die Variante „genau“ zu beobachten. Am Freitag solle dann beschlossen werden, ob B.1.1.529 als Variante „von Interesse“ oder als „besorgniserregend“ eingestuft wird. „Frühe Analysen zeigen, dass diese Variante eine hohe Zahl an Mutationen aufweist, die weitere Studien erforderlich machen werden“, teilte die WHO mit. Südafrikanische Wissenschaftler hatten zuvor mitgeteilt, die neue Variante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.1.529 gebe „Anlass zur Sorge“. Inzwischen sei die Variante auch in Botsuana und Hongkong bei Reisenden aus Südafrika nachgewiesen worden.

Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als „ernsthaft besorgniserregend“ und als Ursache für einen „exponentiellen“ Anstieg der gemeldeten Fälle in seinem Land. Die Wirksamkeit der Vakzine gegen diese Virusvariante ist demnach noch unklar. Der Gesundheitsminister von Großbritannien, Sajid Javid, erklärte, dass es Hinweise darauf gebe, dass die Variante „möglicherweise übertragbarer ist als die Delta-Variante und dass Impfstoffe (...) möglicherweise weniger wirksam sind“. Bisher sei die Variante in Großbritannien noch nicht nachgewiesen worden, fügte er hinzu. Britische Wissenschaftler hätten sich jedoch „sehr besorgt“ über die Entwicklung geäußert.

Neue Corona-Variante B.1.1.529: Deutschland schränkt den Flugverkehr mit Südafrika (hier ein Archivfoto vom OR Tambo International Airport in Johannesburg) drastisch ein.
Neue Corona-Variante B.1.1.529: Deutschland schränkt den Flugverkehr mit Südafrika (hier ein Archivfoto vom OR Tambo International Airport in Johannesburg) drastisch ein. © Yeshiel/imago

Corona-Mutation in Südafrika entdeckt - Britische Regierung reagiert umgehend

Die britische Regierung verkündete angesichts der Entwicklung am Donnerstagabend eine vorübergehende Einstellung des Reiseverkehrs mit sechs afrikanischen Ländern. Von Freitagmittag an würden alle Flüge aus Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Simbabwe und Botsuana nach Großbritannien gestrichen, erklärte Gesundheitsminister Sajid Javid. Und auch Israel hat am Donnerstag sofortige Reisebeschränkungen für mehrere afrikanische Länder verhängt. Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe,
Mosambik, Namibia und Eswatini seien nach einer Sonderberatung als „rote Länder“ eingestuft worden, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett mit.

Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun rechnet damit, dass wegen einer neuen Corona-Variante „in Kürze“ der Flugverkehr aus Deutschland ins südliche Afrika unterbrochen werden muss. „Die Wissenschaftler sind alle hoch alarmiert“, sagte Braun am Freitagmorgen im ARD-Morgenmagazin.

Die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Südafrika war zuletzt drastisch gestiegen. Am Mittwoch meldeten die Behörden binnen 1.200 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Anfang November hatte dieser Wert noch bei 106 Fällen gelegen. In Südafrika sind 35 Prozent der Erwachsenen vollständig gegen Covid-19 geimpft.

In Südafrika war im vergangenen Jahr bereits die Beta-Variante des Virus entdeckt worden. Südafrika ist mit rund 2,95 Millionen Corona-Fällen und mehr als 89.600 Toten das nach offiziellen Zahlen am schwersten betroffene Land in Afrika.

Die vierte Corona-Welle schwappt unaufhaltsam über Europa. Nicht nur in Deutschland schießen die Infektionszahlen in die Höhe, auch andernorts gibt es erschreckende Meldungen.

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