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Solly starb an Stress

Jungtier "Sally" hatte sich verirrt

Nilpferd stirbt in Hotelpool

Johannesburg - Ein Nilpferd, das sich in ein südafrikanisches Hotel-Schwimmbecken verirrt hatte, ist vermutlich an Stress gestorben.

Der Stress war zu viel für das junge Nilpferd: Drei Tage nach seinem Sturz in einen Swimmingpool in Südafrika ist „Solly“ gestorben. Tierschützer wollten das Nilpferd mit einem Kran aus seiner misslichen Lage befreien. Allerdings sollte zuvor noch ein Tierarzt zurate gezogen werden, der sich dann verspätete. Bei seinem Eintreffen am späten Freitagvormittag war „Solly“ tot.

Das junge Nilpferd war am Dienstag in den Pool gestürzt, in dem es schwimmen und tauchen konnte. Allerdings konnte es das 2,40 Meter tiefe Becken aus eigener Kraft nicht verlassen. Tierschützer ließen Wasser aus dem Pool ab, um das Nilpferd bergen zu können. Sie bespritzten das Tier immer wieder mit Wasser, während sie auf einen Tierarzt warteten. Ein Kran wurde in Stellung gebracht.

Bereits am frühen Freitagmorgen habe „Solly“ Anzeichen von Stress gezeigt, erklärte die Managerin der Monate Conservation Lodge, auf dessen Gelände sich der Swimmingpool befindet. „Er war heute Morgen nicht so munter“, sagte Ruby Ferreira. „Wir haben auf die Tierärzte gewartet und ich glaube, sie waren einfach ein wenig zu spät.“

Fernsehsender berichteten live

Das Schicksal des Nilpferds bewegte viele in Südafrika. Fernsehsender berichteten live aus der Lodge in der Nähe der Kleinstadt Modimolle nördlich von Johannesburg. Das Nilpferd war in den Pool gestürzt, nachdem ein männliches Tier es im Kampf um die Vormachtstellung aus der Herde gejagt hatte.

Der zuständige Tierarzt Alex Lewis wurde bei seinem Eintreffen gefragt, warum er nicht wie eigentlich geplant schon einen Tag zuvor gekommen sei. Er erklärte, er hätte das Tier nicht retten können, weil es schon während des Machtkampfs in der Herde großem Stress ausgesetzt gewesen sei. Er habe den Besitzern der Lodge geraten, das Tier zu füttern, um es für die Rettungsaktion zu stärken.

Der leblose Körper des Nilpferds wurde schließlich mit einem Kran aus dem Becken gehoben. Eine Frau weinte. Der Wildtierexperte Simon Prinsloo bestätigte mit Tränen in den Augen den Tod des Tieres.

dapd/dpa

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