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Südamerika bereitet sich auf den Tsunami vor. Auch die weltbekannten Skulturen auf den Osterinseln könnten von den Wellen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Südamerika bereitet sich auf Tsunami vor

Santiago - Nach Herausgabe einer Tsunami-Warnung für den gesamten Pazifikraum haben die lateinamerikanischen Regierungen ihre Bürger aufgefordert, sich in höher gelegene Gebiete zu begeben.

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Von Mexiko bis Chile holten Menschen entlang der Küste ihre Boote aus dem Wasser. Auch einige Schulen wurden geschlossen und Vorbereitungen zur Evakuierung Tausender Menschen getroffen. Gegen 21.00 Uhr (MEZ) wurde das Auftreffen der Welle auf die rund 3.500 Kilometer vor der chilenischen Küste gelegenen Osterinseln erwartet. Dort brachten Fischer ihre Boote in Sicherheit, in einem höher gelegenen Teil der Hauptinsel wurde eine Notunterkunft für mehr als 5.000 Inselbewohner und Touristen eingerichtet.

Erdbeben und Tsunami: Bilder der Verwüstung aus Japan

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Die einzige Stadt der Insel, Hanga Roa, sollte noch deutlich vor dem erwarteten Eintreffen des Tsunamis evakuiert werden. Mindestens zwei Moai-Statuen - von den Ureinwohnern der Insel Rapa Nui aus dem Vulkangestein geschlagene, mehrere Meter hohe Figuren - könnten von der Welle betroffen sein, sagte der frühere Gouverneur der Insel Sergio Rapu. “Hanga Roa ist nach Nordwesten, Richtung Japan ausgerichtet und der Welle ausgeliefert. Wir werden da sein, und die Ankunft der Welle beobachten“, sagte er.

Auch auf den Robinson Crusoe Inseln hat die chilenische Regierung die Bevölkerung gewarnt und gemahnt sich auf Evakuierungen vorzubereiten.

Ecuador ruft Notstand aus

Ecuadors Präsident Rafael Correa rief den Notstand aus und befahl den Menschen auf den Galapagosinseln und entlang der Küste höher gelegenes Gelände aufzusuchen. Er schloss die Schulen und verkündete, das Militär werde die Besitztümer der Bürger schützen. Ecuadors größte Stadt, Guayaquil liegt an der Küste. Rund 15.000 Menschen leben auf den Galapagosinseln rund 1.000 Kilometer vor der ecuadorianischen Küste.

Chiles Präsident Sebastian Pinera forderte die Bürger seines Landes zur Ruhe auf. Die Behörden würden die Öffentlichkeit mit aktuellen Berichten über eventuelle Gefahren den ganzen Tag über auf dem Laufenden halten. Falls notwendig, bleibe noch genügend Zeit für Evakuierungen. Bei dem Tsunami vor einem Jahr sei man nicht vorbereitet gewesen. Das habe zum Verlust von Menschenleben geführt, sagte er bei einem Besuch im Krisenzentrum. “Wir haben jetzt ein viel besseres System“, sagte er.

Das mexikanische Innenministerium stufte die Bedrohung durch den Tsunami nur als mittlere Gefahr ein - mit Wellen bis zwei Meter Höhe. Die Mexikaner wurden dazu aufgerufen nicht aufs Meer hinauszufahren, Strände zu meiden und höher gelegenes Gelände aufzusuchen, wenn Wellen auftauchen.

In Honduras rief die Regierung dazu auf, die Boote im Hafen zu lassen und Strände zu meiden. Die Streitkräfte stünden bereit, bei Gefahr rund 3.500 Menschen in Sicherheit zu bringen, sagte General Rene Osorio.

Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos ließ in 16 niedrig gelegenen Städten Alarm ausrufen. Perus Nationaler-Zivilschutz-Direktor Guillermo Alvizuri sagte, die Behörden hätten im Notfall genügend Zeit zu reagieren.

Nach einem Erdbeben der Stärke 8,9 vor der Küste Japans war am Freitag für mindestens 20 Länder rund um den Pazifik, einschließlich der gesamten amerikanischen Westküste von Alaska bis zur Antarktis, eine Tsunami-Warnung ausgesprochen worden.

Von Michael Warren

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