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Rettungskräfte versuchen verschüttete Studenten unter den Trümmern hervorzuziehen.

Bei Party in Südkorea

Dach eingestürzt - feiernde Studenten sterben

Gyeongju - In einer Stadt in Südkorea ist das Dach einer Konzerthalle eingestürzt. Schuld daran waren offenbar Schneemassen. Mindestens zehn Studenten kamen ums Leben, mehrere Dutzend wurden verletzt.

Beim Einsturz eines Hallendachs in Südkorea sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Als das Unglück auf dem Gelände eines Erholungszentrums in der südöstlichen Stadt Kyongju passierte, feierten Hunderte gerade ihren Studienbeginn bei einem Konzert. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, als das Dach vermutlich unter der Last schwerer Schneemassen einbrach. Wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Polizei weiter berichtete, wurden am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) unter den Trümmern noch Opfer vermutet. 14 Menschen seien vermisst. Bergungsmannschaften suchten die ganze Nacht hindurch nach Überlebenden.

Augenzeugen berichteten von chaotischen Szenen und Panik. Zum Zeitpunkt des Unglücks am Montagabend um etwa 21.10 Uhr Ortszeit befanden sich den Berichten südkoreanischer Medien zufolge vermutlich mehr als 550 Menschen in dem Gebäude. Sie hätten an einer Begrüßungsparty für Studienanfänger an der Universität für Fremdsprachen der südlichen Küstenstadt Pusan teilgenommen. Pusan liegt rund 75 Kilometer südlich von Kyongju. Aus den Trümmern wurden laut Yonhap die Leichen von neun Studenten und eines Mitarbeiters des Partyveranstalters gezogen.

Es dauerte keine zehn Sekunden, bis das Dach einstürzte

Die meisten konnten sich in Sicherheit bringen, als das Dach einstürzte. Rund 100 Menschen seien jedoch zunächst verschüttet worden. „Viele Studenten wurden mit Verletzungen herausgetragen“, sagte eine Augenzeugin im Nachrichtenkanal YTN.

Es habe weniger als zehn Sekunden gedauert, bis das Dach eingefallen sei, wurde einer der Studenten von der Zeitung „The Korea Herald“ zitiert. „Es war sehr chaotisch.“ Die Rettungsmannschaften hätten Probleme gehabt, zur Unglücksstelle in dem bergigen Gelände zu gelangen. Die Straßen zu dem Resort seien stark verschneit gewesen.

Dach von Konzerthalle in Südkorea eingestürzt - Tote

Dach von Konzerthalle in Südkorea eingestürzt - Tote

Verlust "so vieler Menschenleben" sei herzzerreißend

Ministerpräsident Chung Hong Won ordnete eine gründliche Untersuchung des Unglücks an. Der Verlust "so vieler Menschenleben" sei herzzerreißend, sagte Park am Dienstag. Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich bei dem eingestürzten Gebäude um einen Fertigbau, wie er normalerweise für Lagerhäuser oder Flugzeug-Hangars genutzt wird. Nach Angaben der Feuerwehr brach das Gebäude unter dem Gewicht des Schnees zusammen. Ein Polizeisprecher kündigte umfassende Ermittlungen an. Dabei soll unter anderem geprüft werden, ob der Schnee vom Hallendach geräumt wurde und das Gebäude den Sicherheitsvorschriften entsprach.

Die historische Stadt Kyongju ist ein berühmter Anziehungspunkt für Touristen. Sie war einst die Hauptstadt des alten Silla-Reiches auf der koreanischen Halbinsel.

dpa/AFP

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