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Kampf gegen Mers in Seoul. Noch hat Südkorea den Ausbruch der gefährlichen Atemwegserkrankung nicht unter Kontrolle. Foto: Jeon Heon-Kyun

Weiterer Mers-Toter in Südkorea

Seit Wochen kämpft Südkorea gegen Mers - anfangs zögerlich, dann mit voller Kraft. Flaut die Ausbreitung der tödlichen Krankheit jetzt ab?

Seoul (dpa) - Einen Monat nach dem Beginn des Mers-Ausbruchs in Südkorea ist ein 24. Patient in dem Land an der Atemwegserkrankung gestorben. Daneben meldete das Gesundheitsministerium nur eine Neuerkrankung.

Damit erhöhte sich die Zahl der Patienten mit dem Coronavirus (Mers-CoV) auf 166. Von den Infizierten schwebten 16 in Lebensgefahr. Südkoreas neuer Premierminister Hwang Kyo Ahn entschuldigte sich für die anfangs schwerfällige Reaktion der Behörden auf den Ausbruch. 

In den vergangenen Tagen gab es bereits Anzeichen für einen Rückgang beim Anstieg der neuen Infektionen. Man gehe davon aus, "dass die Ausbreitung der Krankheit abflaut", zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap einen Vertreter des Notfall-Kontrollzentrum des Gesundheitsministeriums. Allerdings hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zuletzt mehrfach davor gewarnt, dass sich der Ausbruch in Südkorea noch Wochen hinziehen könnte.

Auch die Zahl der Menschen in Quarantäne ging zurück. Doch befanden sich nach Angaben der südkoreanischen Behörden noch immer 5930 Menschen zur Beobachtung auf Isolierstationen oder sollten weiter zu Hause bleiben. 

"Als neuer Ministerpräsident bedaure ich die unzulängliche Reaktion der Regierung zu Beginn", sagte Hwang vor Abgeordneten im Parlament. Die Reaktion sei auch deshalb zu spät gewesen, "weil es einen Mangel an Informationen über das Mers-Virus gab", wurde er von Yonhap zitiert. Südkorea erlebt den größten Mers-Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel. Erster bestätigter Kranker mit Mers war im Mai ein 68-Jähriger, der von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war.

Am vergangenen Donnerstag hatte Thailand die erste Mers-Erkrankung im Land bekanntgegeben. Es handelt sich um einen 75-Jährigen aus dem arabischen Raum. Er war am Montag per Flugzeug aus dem Nahen Osten eingereist, um sich wegen Herzproblemen in einer Privatklinik behandeln zu lassen. Dort hegte ein Arzt den Verdacht auf Mers.

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