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Der Taifun "Chaba" sorgt derzeit für Chaos in Südkorea.

Wirbelsturm über Ostasien

Taifun "Chaba" sorgt für Chaos in Südkorea - Drei Tote

Seoul - Der Wirbelsturm "Chaba" hat in Teilen Südkoreas deutliche Spuren hinterlassen. Der Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr wird beeinträchtigt, viele Haushalte müssen vorübergehend ohne Strom auskommen. Mindestens drei Menschen kommen ums Leben.

Der starke Taifun "Chaba" hat in Südkorea mindestens drei Menschen das Leben gekostet. Drei weitere Menschen seien in den am stärksten betroffenen Regionen im Süden des Landes als vermisst gemeldet worden, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit am Mittwoch mit. Die Behörde gehe Medienberichten nach, wonach fünf Menschen infolge des Unwetters ums Leben gekommen seien, sagte eine Sprecherin. Der Sturm bedrohte auch Japan.

Der tropische Wirbelsturm, der am frühen Morgen über die südkoreanische Ferieninsel Jeju hinwegfegte und sich dann weiter in Richtung Nordosten bewegte, brachte starke Regenfälle mit sich. Es kam zu schweren Überschwemmungen.

210.000 Haushalte ohne Strom

Die Küstenwache suchte unter anderem nach einem Mann, der im Hafen von Jeju ins Meer gestürzt war. Auf der Insel kam nach Berichten der Zeitung The Korea Times eine Frau ums Leben, die durch Sturmböen vom Dach ihres Hauses gerissen wurde. In der südöstlichen Industriestadt Ulsan sei ein älterer Mann tot geborgen worden, der vor seinem Haus von den Fluten erfasst worden sei. Auch sei ein Feuerwehrmann während eines Rettungseinsatzes ums Leben gekommen.

Auf Jeju und in Städten an der Südostküste standen zahlreiche Straßen unter Wasser, Dutzende von Autos wurden beschädigt. Zeitweise seien 210.000 Häuser ohne Stromversorgung gewesen, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Mehr als 100 Flüge wurden gestrichen, auch der Schiffs- und Bahnverkehr wurde in den betroffenen Gebieten stark beeinträchtigt.

Hyundai Motor setzt Betrieb zwischenzeitlich aus

Der Autohersteller Hyundai Motor musste den Berichten zufolge den Betrieb in zwei Anlagen in Ulsan wegen eintretenden Wassers vorübergehend aussetzen. Auf der Insel Geoje musste demnach auch der Schiffsbauer Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering den Werftbetrieb einstellen. Es seien jedoch keine größeren Schäden entstanden.  

Die japanische Wetterbehörde warnte vor heftigen Sturmböen durch "Chaba" und Überschwemmungen. Auf den südwestlichen Inseln Shikoku und Kyushu habe der Taifun am Mittwochmorgen starke Regenfälle mit sich gebracht.

dpa

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