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Einwohner des Dorfes Sorsogon in der Region Bicol südlich von Manila beobachten die Aschewolke des Vulkan Bulusan.

Südostasien in Angst vor zwei Vulkanen

Manila/Jakarta - Während auf den Philippinen Anwohner vor der riesigen Aschewolke des Vulkans Bulusan fliehen, beklagt man in Indonesien nach dem Ausbruch des Merapi schon mehr als 300 Tote.

Ein düsteres Grollen begleitete den Ascheauswurf des Vulkans Bulusan rund 250 Kilometer südöstlich der philippinischen Hauptstadt Manila. Die graue Wolke aus Dampf und Asche stieg am Morgen bis zu zwei Kilometer über den Kraterrand in den Himmel. Nach neun Minuten sei der Spuck-Spuk wieder vorbei gewesen, erklärte das philippinische Institut für Vulkan- und Erdbebenforschung. Ungefähr 2700 Anwohner der Städte Irosin und Juban hätten aus Furcht vor stärkeren Aktivitäten des Feuerberges ihre Häuser verlassen, sagte der regionale Zivilschutz-Chef Raffy Alejandro. Von einem echten Ausbruch des Vulkans wären nach Militärangaben bis zu 80 000 Menschen aus 70 Dörfern betroffen.

Tödlicher Ascheregen am Vulkan Merapi

Tödlicher Ascheregen am Vulkan Merapi

In Indonesien sind unterdessen zahlreiche Menschen in ihre Häuser rund um den Vulkan Merapi zurückgekehrt. Am Sonntag seien noch 203 000 Vulkan-Flüchtlinge in Notunterkünften untergebracht gewesen, sagte Agam Ferdatam von der nationalen Behörde für Katastrophenschutz. Vor einer Woche waren es mehr als 390 000. Die Sperrzone war seither erneut verkleinert worden, da der 2968 Meter hohe Vulkan sich etwas beruhigt hatte.

Der Merapi entwickelte am 26. Oktober zum ersten Mal seit vier Jahren wieder vulkanische Aktivitäten. Am 5. November kam es zum schwersten Ausbruch seit Jahrzehnten. Viele Opfer wurden erst nach und nach unter der dicken Ascheschicht gefunden, weshalb die Zahl der Toten seither stetig stieg.

dpa

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