Über drei Monate

Lidl offenbar mit Bomben erpresst

Neckarsulm - Schon im April soll in einer Lidl-Filiale eine Bombe explodiert sein, jetzt wird bekannt, dass dahinter wohl ein Erpressungsversuch steckt. Zu den Details will die Polizei aber vor einer Pressekonferenz am Donnerstag nichts sagen.

Die Polizei hat mehrere Verdächtige festgenommen, die den Discounter Lidl erpresst haben sollen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung sollen die Täter bereits am 15. April in einer Filiale in Herten bei Recklinghausen einen Sprengsatz zur Explosion gebracht haben. Eine Verkäuferin sei verletzt worden.

Ein Polizeisprecher kommentierte diese Details nicht und bestätigte lediglich, dass es Festnahmen wegen einer Erpressung des Discounters Lidl gebe. Weitere Informationen sollen bei einer Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgegeben werden. Lidl äußerte sich nicht selbst und verwies auf die Pressestelle der Polizei.

Die Erpresser sollen gedroht haben, weitere Bomben in den Märkten zu zünden, berichtete „Bild“. Dem Bericht zufolge haben sie eine Million Euro gefordert. Am Dienstag seien nun zwei mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Unter Berufung auf einen Anwalt der mutmaßlichen Täter sprach der „WDR“ von einem Pärchen, dass die Polizei gefasst habe. Nach dem Zünden der Rohrbombe in dem Lidl-Markt vor drei Monaten habe die Discountkette Geld auf Prepaid-Kreditkarten überwiesen, vermeldete der Sender weiter. Die Polizei habe die mutmaßlichen Erpresser dabei beobachtet, wie sie in Bochum, Herne und Gelsenkirchen Geld von diesen Karten abgehoben haben. Dass Lidl zumindest teilweise auf die Forderungen der Erpresser eingegangen war, um Verkäufer und Kunden zu schützen, hatte auch die „Bild“-Zeitung berichtet.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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