Superstarkes Magnetfeld löst Gammablitze aus

Potsdam - Ein Magnetfeld - zehn Billiarden mal so stark wie das der Erde - steckt hinter den rätselhaften Gammablitzen im All. Diesen gewaltige Explosionen versuchen Forscher seit rund 40 Jahren auf die Schliche zu kommen.

Fest stand bislang: Wenn zwei ausgebrannte Sterne verschmelzen, entsteht ein Jet genannter Gasstrom. Aus dem schießt die ultrahoch erhitzte Materie in zwei gebündelten Strahlen ins Weltall, die kurz im Gammastrahlenbereich aufleuchten.

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Am Computer haben Wissenschaftler um Luciano Rezzolla vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam nach eigenen Angaben nun erstmals den gesamten Prozess beobachtet: vom Verschmelzen der sogenannten Neutronensterne über die Bildung eines Schwarzen Lochs bis zur Entstehung des Jets. “Das ist ein Durchbruch, denn bislang war unklar, wie aus dem Chaos die Ordnung entsteht, die für die Ausbildung des Jets und damit für die Gammablitze notwendig ist“, sagte Rezzolla laut einer Mitteilung. Die Ergebnisse der Studie wurden in den “Astrophysical Journal Letters“ veröffentlicht.

dpa

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