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Mindestens einen Toten forderten die Angriffe syrischer Truppen auf Demonstranten in Homs.

Syrien: Demonstranten beschossen - ein Toter

Homs - In Syrien haben Soldaten erneut auf Widerständler gefeuert. In der Stadt Homs demonstrierten tausende Menschen gegen Staatspräsident Baschir Assad. Eine Person kam dabei ums Leben.

Syrische Truppen haben am Freitag nach Angaben eines Menschenrechtlers wieder auf Demonstranten geschossen und dabei mindestens einen Menschen getötet. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Stadt Homs, wo tausende Menschen gegen die Regierung von Staatspräsident Baschir Assad demonstrierten. Dem Opfer sei in den Kopf geschossen worden, berichtete der Bürgerrechtler Masen Derwisch.

Vor allem in entfernter gelegenen Gebieten und Dörfern kam es am Freitag wieder zu Protesten, da die Truppen von Präsident Baschar Assad wichtige Plätze, an denen zuvor demonstriert worden war, abgeriegelt hatten. Zudem hätten die Soldaten Moscheen besetzt, berichteten Anwohner.

“Die Armee hat die großen Moscheen in der Stadt zu Kasernen umfunktioniert, in denen die Soldaten schlafen, essen und trinken“, sagte ein Bewohner der Hafenstadt Banias. “Sie haben Barrieren und Sandsäcke rund um die Moscheen errichtet.“ Bis zu 1.200 Truppen hätten zudem einen öffentlichen Platz im Zentrum besetzt.

Um die Menschen einzuschüchtern, seien Soldaten und bewaffnete Schläger in Geschäfte, Büros und Häuser eingebrochen, berichtete der Bewohner. Demonstrationen mit tausenden Teilnehmern wurden aus der im Nordosten gelegenen Stadt Kamischli sowie den Städten Amuda und Debasije gemeldet.

UN-Team wartet auf syrische Einreiseerlaubnis

Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf teilte unterdessen mit, dass es angesichts der Situation in Syrien “äußerst besorgt“ sei. Man halte auch die Zahl von 850 bisher getöteten Demonstranten für realistisch.

Zwar könne man die Zahlen nicht nachprüfen, die Berichte darüber basierten aber auf detaillierten Listen, sagte ein Sprecher des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte.

“Wir glauben, dass die Zahlen sehr wahrscheinlich echt sind“, sagte Rupert Colville am Freitag. Sobald man die Erlaubnis der Regierung erhalte, werde ein Team nach Syrien geschickt, um die Vorwürfe zu untersuchen, wonach Truppen in mehreren Städten während der Proteste willkürlich Menschen getötet und festgenommen haben, sagte der Sprecher.

dapd

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