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Syrische Truppen haben in Dschisr al-Schogur die Stadt von "terroristischen Banden gesäubert"

Syrien: Regime sorgt für "Ruhe und Ordnung"

Damaskus/Kairo - Nach dem Einmarsch in Dschisr al-Schogur, eine Kleinstadt in Rebellenhand, sprechen die Staatsmedien von einer Säuberung der Stadt. Bei dem Übergriff kamen zahlreiche Rebellen ums Leben.

Syrische Truppen haben nach Angaben der Staatsmedien in der Kleinstadt Dschisr al-Schogur “Ruhe und Ordnung wiederhergestellt“. Zuvor hätten Armee-Einheiten den Ort im Nordwesten des Landes “von bewaffneten terroristischen Banden gesäubert, die die Bewohner terrorisierten, öffentliches und privates Eigentum angriffen und Chaos über die Stadt brachten“, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Sana vom Montag.

Am Vortag waren syrische Truppenverbände mit 200 Panzern, Kampfhubschraubern und schwerer Artillerie in Dschisr al-Schogur einmarschiert. Ein Soldat und zwei Angehörige bewaffneter Gruppen seien getötet, vier weitere Soldaten verletzt worden, hieß es seitens der Staatsmedien. Am Sonntagabend sei zudem ein Massengrab mit zwölf Leichen von Angehörigen der Sicherheitskräfte gefunden worden. Mehr als 5000 Bewohner flüchteten schon in den vergangenen Tagen über die nahe Grenze in die Türkei.

Blutige Proteste in Syrien

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Der massive Angriff auf die Kleinstadt war bereits im Vorfeld mit Anschuldigungen der staatlichen Medien begründet worden, “bewaffnete Banden“ hätten dort eine Woche zuvor 120 Angehörige der Sicherheitskräfte umgebracht. Bewohner aus dem Ort widersprachen dieser Darstellung. Vielmehr sei es unter Angehörigen von Militär und Geheimdiensten zu einer heftigen Schießerei gekommen, weil einige von ihnen die brutale Vorgehensweise gegen unbewaffnete Demonstranten nicht mehr weiter billigen wollten.

dpa

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