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Die zwei Italienerinnen waren im Juli im nordsyrischen Aleppo verschleppt worden.

Geiseln von syrischen Extremisten

Video von verschleppten Italienerinnen aufgetaucht

Beirut - Die radikal-islamische Al-Nusra-Front hat nach eigenen Angaben zwei im Juli im Norden Syriens entführte Italienerinnen in ihrer Gewalt.

Die beiden Frauen würden festgehalten, weil ihr Heimatland Angriffe gegen die Al-Nusra-Front unterstütze, sagte ein Sprecher der Extremisten am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, sie habe entsprechende Informationen.

Die Al-Nusra-Front ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Sie vertritt zwar eine sehr ähnliche Ideologie wie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), ist aber mit dieser verfeindet. Der IS hat bereits mehrere ausländische Geiseln geköpft und dazu Videos im Internet verbreitet.

Die beiden Italienerinnen Anfang 20 waren im Juli in der nordsyrischen Aleppo verschwunden, wo sie für humanitäre Projekte arbeiteten. Am Mittwoch tauchte im Internet ein 23 Sekunden langes Video mit den beiden jungen Frauen auf. Darin appellieren die Geiseln an ihre Regierung, sie zu retten. Sie seien in großer Gefahr und könnten getötet werden.

Das italienische Außenministerium bestätigte die Echtheit des Videos nicht. Eine italienische Geheimdienstquelle sagte jedoch der Nachrichtenagentur Ansa, man halte das Video für authentisch.

dpa

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