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Der Grundschul-Amokläufer von Texas: Mädchen macht seine Nachricht bekannt - „habe ein kleines Geheimnis“

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Von: Laura May

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Am 24. Mai tötete ein 18-Jähriger bei einem Amoklauf an einer Grundschule in Uvalde, Texas 21 Menschen. Was bisher über den Täter und seine Motive bekannt ist.

Update vom 25. Mai, 20.27 Uhr: Bei einer Pressekonferenz gab der texanische Gouverneur neue Details zum Todesschützen bekannt. Der 18-Jährige habe die High School abgebrochen und sei in der Vergangenheit nicht kriminell aufgefallen. Er habe mit seiner Großmutter gelebt. Den ersten Schuss auf seinem Amoklauf gab er auf die 66-Jährige ab, bevor er flüchtete und seine Tat in der Grundschule verübte. Zuvor habe er das Massaker auf Facebook angekündigt, wo er Posts wie „Ich werde auf eine Grundschule schießen“ absetzte.

Die beiden halbautomatischen Gewehre, sowie die Munition habe er im März in einem örtlichen Sportbedarfsladen erstanden.

Amoklauf in Uvalde: 18-jähriger Täter tötet 21 Menschen an texanischer Grundschule

Erstmeldung vom 25. Mai: 21 Menschen wurden an der Robb Elementary Grundschule von Uvalde (Texas) bei einem Amoklauf getötet. Der 18-jährige Salvador R. eröffnete am Dienstag, dem 24. Mai, das Feuer an der Schule.

Wie im Laufe des Tages bekannt wurde, schoss der junge Mann erst auf seine Großmutter, fuhr dann an die Schule und schoss mit zwei AR-15-Gewehren um sich. Seine Oma befindet sich im Krankenhaus. Ihr Zustand ist offenbar kritisch. Salvador R. kam ebenfalls ums Leben, durch Schüsse der Polizei. Nach den Schüssen auf seine Oma stieg Salvador R. offenbar in sein Auto und raste los. Nahe der Robb Elementary School fuhr er in einen Graben, stieg aus dem Auto und ging zur Schule. Polizisten konnten ihn nicht am Betreten des Gebäudes hindern.

Die USA trauern – und suchen nach Erklärungen für die schreckliche Tat. Die Polizei versucht nun „detaillierte Hintergrundinformationen“ über den jungen Mann zu bekommen. Bisher sind seine Beweggründe noch unbekannt.

Amoklauf an US-Grundschule in Uvalde, Texas: Täter-Nachricht bei Instagram publik geworden

Der Täter hatte vor seinem Amoklauf eine Minderjährige auf Instagram über seine Tat informiert. Sie selbst veröffentliche den Chatverlauf und bedauert, das Morden nicht verhindert zu haben. Salvador R. schickte ihr Bilder seiner Waffen und schrieb: „Ich bin kurz davor.“ Er wollte, dass das Mädchen die Fotos weiter verbreitet. Die Minderjährige fragte nach und bekam nur die Antwort: „Ich habe ein kleines Geheimnis“.

Ramos postete gerne Waffen-Fotos auf Instagram. Hier zwei AR-15-Maschinengewehre.
Ramos postete vor der Tat Waffen-Fotos auf Instagram. Hier zwei AR-15-Maschinengewehre. © salv8dor_/Instagram

Amoklauf an US-Grundschule in Texas: Alter, Arbeit und was über Täter Salvador R. sonst bekannt ist

Was über den Täter bekannt ist: Salvador R. war 18 Jahre alt und besuchte laut Gouverneur Greg Abbot die örtliche Highschool. Gleich zu seinem 18. Geburtstag besorgte er sich Medienberichten zufolge zwei AR-15-Gewehre.

Seit rund einem Jahr arbeitete er bei dem Burger-Fastfood-Restaurant Wendy‘s. Vor etwa einem Monat kündigte Salvador R. Ein Manager der Lebensmittelkette sagte gegenüber der New York Times, der junge Mann wäre verschlossener gewesen als seine Kollegen. „Keiner kannte ihn wirklich“.

US-Grundschule in Uvalde, Texas: Diskussion um schärfere Waffengesetze - Senator Ted Cruz dagegen

Zu den Motiven des jungen Mannes ist bisher nichts bekannt. Nach der Tat diskutieren Politiker allerdings wieder über schärfere Waffengesetze. Erst vergangenes Jahr unterzeichnete der republikanische Gouverneur Greg Abbott in Texas ein gegenteiliges Gesetz. Bürger des US-Bundesstaates brauchen demnach keine Genehmigung mehr, um sich zu bewaffnen.

Während US-Präsident Biden den Grund für derartige Verbrechen in laxen Waffengesetzen sieht, sagte der republikanische texanische Senator Ted Cruz gegenüber CNN: „Wir wissen aus der Vergangenheit, dass eines der effektivsten Werkzeuge, um die Sicherheit von Kindern zu gewährleisten, bewaffnete Strafverfolgung auf dem Campus ist.“

Ramos postete vor der Tat Waffen-Fotos von zwei AR-15-Maschinengewehren auf Instagram. Das Model kam bereits bei anderen Amokläufen zum Einsatz, beispielsweise beim „Sandy Hook-Massaker“, wo ein Killer 28 Menschen tötete, darunter 20 Kinder. Steve Kerr, Coach des NBA-Teams der Golden State Warriors, reagierte mit emotionalen Worten auf den Amoklauf.

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